Katharina Reuter von Unternehmensgrün hat die entrepreneurs for future mit initiiert.

Superheldinnen und -helden für mehr Klimaschutz

Wer in Zeiten von #FridaysForFuture auf der Suche nach Superkräften ist, der findet bei #EntrepreneursForFuture innovative Antworten aus der Wirtschaft. Die Initiative von Unternehmern und Unternehmerinnen, die heute schon Klimaschutz voranbringen, wird inzwischen von mehr als 900 Unternehmen unterstützt. Darunter sind namhafte Firmen wie HiPP, Werner & Mertz, wpd AG, GLS Bank, Remondis, Ecosia oder NATURSTROM.

Superkräfte für mehr Klimaschutz?

Die Kinder und Jugendlichen legen – völlig zu Recht – den Finger in die (Klima-)Wunde. Die Politik hat beim Klimaschutz versagt. Es ist großartig, dass das Engagement und die Hartnäckigkeit von Fridays for Future auch auf andere gesellschaftliche Gruppen übergeschwappt ist. Hinter die streikenden Schüler_innen haben sich inzwischen die Wissenschaftler_innen mit Scientists for Future, die Eltern mit Parents for Future, die Künstler_innen mit Artists for Future und eben auch die innovativen Unternehmer_innen gestellt.
Mit Entrepreneurs for Future melden sich die Profis zu Wort. Sie setzen heute schon klimaschonende Technologien ein und haben Geschäftsmodelle entwickelt, mit denen Klimaschutz funktioniert. Gemeinsam fordern sie von der Politik, endlich den Rahmen für faire Wettbewerbsbedingungen im Klimaschutz zu setzen. Diese soll dafür sorgen, dass die ganze Wirtschaft umsteuert.

Die Entrepreneurs for Future fordern unter anderem:

  • eine wirksame und planbar steigende CO2-Bepreisung für alle Sektoren,
  • den schnellen, gesetzlich verankerter Kohleausstieg im Einklang mit deutschen Klimaschutzzielen
  • eine Energieeffizienz-Strategie mit Efficiency First, Steuerförderung für Gebäudesanierungen und ambitioniertem Gebäude-Energiegesetz inklusive der Vorbildrolle der öffentlichen Hand und
  • ein ambitioniertes Klimaschutzgesetz, das eine dekarbonisierte Wirtschaft im Einklang mit dem in Paris vereinbarten 1,5°C Ziel erreicht

 

Klimaschutz in allen Sektoren

Deutschland, Europa und die Welt können technisch zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien versorgt werden. Damit noch mehr innovative Lösungen für die Steuerung und Bewältigung der Klimakrise realisiert werden können, ist auch der Klima-Innovationsfonds für etablierte Unternehmen und Start-ups Teil der Forderungen. Neben klassischen energiepolitischen Forderungen geht die Initiative aber deutlich weiter. Auch die Mobilitätswende (mit Verkehrsvermeidung und Kerosinsteuer) und die Agrar- und Ernährungswende (mit der Ausdehnung einer ökologischen Landwirtschaft) werden adressiert. Ebenso die Stärkung der Kreislaufwirtschaft – mit der Forderung, die Rücknahme-, Recycling- und Wiederverwertungs-Quoten nicht nur zu setzen, sondern auch durchzusetzen.

Katharina Reuter engagiert sich mit Herzblut

Katharina Reuter engagiert sich mit Herzblut © Katharina Reuter

Wirtschaft treibt Politik

Für eine radikale Klimaschutzpolitik braucht es auch die Akzeptanz der Wirtschaft. Selbstverständlich. Hier kommt sie: 50 CEOs von Großunternehmen fordern mehr Ambition im Klimaschutz. Renommierte Ökonomen und der IWF plädieren für eine CO2-Bepreisung. Beratungsgremien der Bundesregierung setzen auf die Lenkungsabgabe. Selbst Volkswagen führt intern CO2-Preise ein. Und CDU/CSU verweigern sich der Debatte? Das darf nicht sein.
Gerade Unternehmen können viel für einen schnellen und wirksamen Klimaschutz bewirken. Es ist gut, dass sie Netzwerke wie #EntrepreneursForFuture bilden, damit ihre Stimme noch mehr Gewicht bekommt. Am weltweiten Klimastreiktag, dem 24 Mai 2019, werden die …-for-Future-Initiativen gemeinsam als eine Bewegung für mehr Klimaschutz kämpfen!

Gastbeitrag von Dr. Katharina Reuter:
Katharina ist Co-Initiatorin der #EntrepreneursForFuture. Als Geschäftsführerin von UnternehmensGrün vertritt sie die politische Stimme der nachhaltigen Wirtschaft und mehr als 300 Unternehmen bundesweit. Die promovierte Agrarökonomin setzt sich mit Herzblut für die Transformation der Wirtschaft ein und ist unter anderem Mitgründerin von Ecopreneur.eu und der Regionalwert AG Berlin-Brandenburg.

Avatar
Gastautor_in
presse@naturstrom.de

Unter diesem Profil bloggen die verschiedensten Gastautoren zu den Themen Energie und Umwelt- und Klimaschutz. In ihren Texten werfen sie einen Blick über den Rand der NATURSTROM-Welt. Die Meinung der Gastautoren spiegelt nicht zwangsläufig die Meinung der NATURSTROM AG und der Redaktion wieder.

Keine Kommentare

Kommentieren Sie