Matthias Latz bei Naturata

Hereinspaziert – zu Besuch im Biosupermarkt

Wenn die Sonne scheint und keine Wolke am Himmel zu sehen ist, läuft im Haus von Matthias Latz alles auf Hochtouren. Die Spülmaschine läuft, die Waschmaschine schleudert und der Hybrid in seiner Garage lädt die Akkus wieder auf. Denn: Sonnenstunden sind auch Stromstunden. In denen produziert die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach seines Eigenheims viel Ökostrom – und der will genutzt werden. Seit über einem Jahr lebt Latz mit seiner Frau in einem Einfamilienhaus im Rheinland. Warum er sein Leben immer mehr auf Nachhaltigkeit ausgerichtet hat, erzählt er hier im Blog.

„Ein Lebensstil, der gesund ist und dabei noch die Umwelt schont, ist mir sehr wichtig“, erzählt Latz. Er ist Mitgesellschafter bei Naturata in Köln, einem Bio-Supermarkt, der auch nachhaltige Lebensmittel selbst produziert. Er steht während unseres Gesprächs im Eingang des Bio-Ladens. Hier gibt es eine kleine Biobäckerei mit Bistro sowie eine große Abteilung für nachhaltige Kinderkleidung und Kinderspielzeug. Rundum ist der Laden in warmen, einladenden Farben gestaltet.

Verpackungsfrei einkaufen – an Frischetheke und Gemüseabteilung

Schritt für Schritt hat der 33-Jährige das Ladengeschäft vollkommen auf Nachhaltigkeit ausgerichtet: Anfang 2019 verbannte er Plastiktüten aus der Gemüseabteilung sowie dem gesamten Supermarkt und stellte den Einkauf auf Mehrwegalternativen um. Jetzt hängen an kleinen Ständern Stoffbeutel, die die Kundinnen und Kunden für kleines Geld kaufen können. „Sogar an den Frischetheken können alle nun verpackungsfrei einkaufen. Meine Angestellten übergeben die Lebensmittel auf Wunsch in selbst mitgebrachte Behälter“, erklärt Latz, als wir durch den Laden gehen und uns die Frau hinter der Käsetheke nett zunickt. „Ich wollte unbedingt den ganzen nutzlosen Verpackungsmüll reduzieren und das ist auch gelungen“, sagt Latz und wirkt dabei sehr zufrieden.

In der Gemüseabteilung von Naturata

In der Gemüseabteilung von Naturata © NATURSTROM AG

Eine weitere große Stellschraube ist der Transport. Deshalb sorgt Latz dafür, dass Naturata möglichst regionale Produkte bezieht. So sind die Transportwege kurz und die Emissionen entsprechend gering. „Wir kooperieren mit regionalen Biobauern aus dem Rheinland, beispielsweise mit dem Haus Bollheim in Zülpich.“ Über den Gemüseregalen hängen große bunte Deutschland- und Europakarten, anhand derer Interessierte genau nachvollziehen können, aus welchen Regionen die Lebensmittel stammen, die hier in den Kisten liegen. Durchschnittlich sei der Anteil an regionalem Bio-Obst und -Gemüse bei 40 bis 50 Prozent, im Frühling, Sommer und Herbst etwas höher und im Winter etwas niedriger. „Unsere Stammkunden kommen genau deswegen in meinen Biomarkt – sie wollen, dass ihre Lebensmittel unter vernünftigen Bedingungen produziert werden“, erzählt Latz.

Interesse für ökologischen Anbau

Beruflich begann Latz alles andere als nachhaltig: Sein erster Arbeitgeber war ein mittelständisches Industrieunternehmen – eine naheliegende Wahl nach seiner kaufmännischen Ausbildung. „Das Arbeiten war dort nicht auf ein gemeinschaftliches Miteinander und Nachhaltigkeit ausgelegt“, erinnert sich der Rheinländer. Privat hat er sich damals schon für ökologischen Anbau und ökologische Wirtschaft interessiert. „Als 2014 dann meine Frau und ich geheiratet haben, habe ich mich gefragt: Kann es so weiter gehen? Ich glaube, nein. Ein verantwortlicher Lebensstil sieht anders aus – sowohl privat als auch im Job. Deswegen wollte ich mich beruflich auf nachhaltigen Konsum spezialisieren“, blickt Latz zurück. „Erst wollte ich einen eigenen Bioladen eröffnen, aber dann bin ich auf Naturata gestoßen und war sofort begeistert.“

Privat auf Nachhaltigkeit ausgerichtet

Privat achten seine Frau und er auf ein bewusstes Einkaufsverhalten, dazu gehören Biolebensmittel sowie fair gehandelte Kleidung. Mit dem Hybridauto fährt das Paar gerne raus in die Natur zum Wandern. „Eigentlich wollten wir ein Elektroauto kaufen, aber die Infrastruktur auf dem Land gibt das noch nicht her. Deswegen ist es ein Hybrid geworden – immerhin“, erzählt Matthias Latz mit einem Augenzwinkern. Ökostrom bezieht die Familie schon seit circa fünf Jahren. „Auf NATURSTROM bin ich aufmerksam geworden, als ich bei Naturata angefangen habe“, erinnert er sich. „Ich habe mit einem Arbeitskollegen über Ökostrom gesprochen und der hat mir von seinem Energieversorger erzählt“. Mit dem Einzug ins Eigenheim in Rheinland hat er dann angefangen, auch selbst Ökostrom zu produzieren. „Als wir endlich etwas mehr Platz hatten, wollte ich auch selbst was bewegen. Die Photovoltaik-Anlage zur Pacht von NATURSTROM war da die perfekte Option.“

naturstrom sonnendach für den Eigenverbrauch

Vor zehn Monaten hat er auf seinem Dach acht Solarzellen installiert – eine Anlage mit 3,42 Kilowatt Leistung. „An Photovoltaik ist das Schöne, dass ich im Keller sehen kann, was ich auf dem Dach produziere“, sagt Latz begeistert. Nachhaltigkeit betreffe für ihn alle Lebensbereiche, auf Ökostrom umzustellen oder ihn selbst zu produzieren sei da nur die logische Konsequenz. Nächstes Jahr möchte er seine Anlage erweitern, denn er würde gerne auch die Heizung mit Solarenergie unterstützen.

Nachhaltigkeit als Langzeitprojekt

„Am liebsten wäre ich schon viel weiter. In unserem Haus war eine Ölheizung vorinstalliert. Aktuell ist die Umrüstung nicht wirtschaftlich, aber langfristig würde ich das gerne ändern“, betont Latz und wirkt dabei sehr bodenständig. Die Umstellung auf einen nachhaltigen Lebensstil funktioniere nicht immer sehr schnell. Wenn alle aber nur ein wenig nachhaltiger leben würden, könne das die Qualität unseres Zusammenlebens und unserer Gesundheit schon enorm steigern. Dezentrale Energieversorgung überzeugt Latz auf jeden Fall: „Wenn jeder so eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach hätte, wären wir schon ein ganzes Stück weiter“.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]

Hanna Sissmann
Hanna Sissmann
hanna.sissmann@naturstrom.de
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