Solarstrom für eine Krankenstation in der Region Ntotroso © Hilfe für Ntotroso e.V.

Operation Solarlicht – Hilfe für ländliche Krankenstation in Ghana

Auf Initiative von Ingrid Nolten, Personalleiterin bei der NATURSTROM AG, verhalf eine Spende von NATURSTROM einer kleinen ländlichen Krankenstation in Ghana zu solargestütztem Licht und Kühlung.

Ingrid Nolten ist Mitglied der kleinen privaten Initiative Hilfe für Ntotroso e.V., ein Verein der seit mehr als 20 Jahren in Ghana/Westafrika im Rahmen von Entwicklungshilfeprojekten arbeitet: Schwerpunkte sind dabei Ausbildung und Gesundheitswesen, dazu zählen bspw. Bau und Renovierung sowie die Ausrüstung von Schulen und Krankenstationen, die Verbesserung der Infrastruktur durch Brunnenbau und Elektrifizierung, die Vergabe von Stipendien sowie der Betrieb und Unterhalt eines Waisenhauses. Im November 2012 hat die Naturstromerin zwei Wochen lang Ghana bereist, um die Projekte selbst in Augenschein zu nehmen und die Situation vor Ort zu verstehen.

Sehr rasch wurde ihr deutlich, wie schlecht es insgesamt um die Infrastruktur im Gesundheitswesen bestellt war. Riesige Einzugsgebiete werden von kleinen dörflichen Kliniken versorgt, denen es oft am nötigsten fehlt. Enthusiasmus und Arbeitseifer können fehlende Energie für Licht und Kühlung von Medikamenten und Impfstoffen nicht kompensieren. Selbst wenn die Station an das öffentliche Netz angeschlossen ist, verursachen die häufigen, oft tage- und manchmal wochenlangen Stromausfälle große Probleme, besonderes bei der Kühlung. Und nicht selten muss auch ein Baby im Licht des Mobiltelefons zur Welt gebracht werden.

Im Arbeitsbereich des Vereins, der Region von Ntotroso, gab und gibt es eine Handvoll kleiner Kliniken, die unter diesen widrigen Umständen arbeiten müssen. In den vergangenen Jahren hatte der Verein bei einigen Klinken Solaranlagen installiert und damit gute Erfahrung gemacht. Dies und die persönliche Erfahrung vor Ort war für Ingrid Nolten Anlass, einen Antrag auf Sponsoring bei der NATURSTROM AG zu stellen. Überzeugt von der Sache stellte NATURSTROM daraufhin 4.000 Euro für die Beschaffung und Installation von zwei PV-Anlagen zur „Ausrüstung einer Krankenstation“. Aufgrund von organisatorischen und technischen Hindernissen konnte das Projekt erst im Herbst 2014 fertiggestellt und in Betrieb genommen werden.

Es handelt sich um zwei getrennte Solaranlagen, von denen die eine ausschließlich für die Kühlung der Medikamente und Impfstoffe ausgelegt ist, die andere der Beleuchtung der Klinikräume und Versorgung von Niederspannungsverbrauchern dient. Die Anlagen wurden geliefert und schlüsselfertig von der Fa. Energiebau Sunergy Ghana Ltd. installiert, einer Tochtergesellschaft der Energiebau aus Köln, die in Ghana bereits viele ähnliche Projekte realisiert hat und die auch für den Wartungsfall zur Verfügung steht. Die Anlage zur Kühlung besteht aus einem speziellen Kühlschrank des Herstellers Steca mit 1.66 l Nutzinhalt, 4 Solarmodulen (Solar World, je 130Wp), 2 Batterien (Haze mit je 98 Ah) und einer Ladesteuerung (Steca). Die Anlage zur Beleuchtung besteht aus 4 typgleichen Solarmodulen (Solar World, je 130Wp) und ebenfalls 2 Batterien von Haze, zusätzlich zum Ladecontroller wurde zur Netzkopplung noch ein Inverter der Fa. Studer eingebaut.

Die Investition in eine Solaranlage hat sich inzwischen sehr gut bewährt. Die wachsende Instabilität des öffentlichen Netzes kann durch die Solaranlagen ausgeglichen werden. Krisensituationen wegen mangelnder Kühlung oder schlechtem Licht bei einem Kaiserschnitt sind Vergangenheit.

NATURSTROM fördert seit mehreren Jahren internationale Projekte, die durch den Einsatz Erneuerbarer Energien Klimaschutz und Entwicklungszusammenarbeit verbinden, etwa in Bangladesch, Kuba und mehreren afrikanischen Ländern. Eine beispielhafte Übersicht über das internationale Engagement von NATURSTROM gibt es auf der NATURSTROM-Website.

Autoren: Tim Loppe mit Material von Ingrid Nolten, Personalleiterin bei NATURSTROM

NATURSTROM Team
onlinemarketing@naturstrom.de

Unter diesem Profil schreiben NATURSTROM-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter, die nicht zu den regelmäßigen Blog-Autoren gehören.

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