#Energiewende – gemeinsam seit 20 Jahren

Nicht nur NATURSTROM feierte dieses Jahr 20. Geburtstag, auch das Grüner Strom Label. Wie das Label die Energiewende fördert und dabei immer am Puls der Zeit bleibt, erklärt Kommunikationsleiter Christian Knops.

Seit 1998 machen wir uns mit dem Grüner Strom-Label stark für eine 100-prozentige Energieversorgung aus erneuerbaren Energien. Durch die Zertifizierung von Ökostrom trägt unser Verein nicht nur zur Transparenz im Strommarkt bei, sondern bringt die Energiewende bis heute voran. Von Beginn an dabei, die NATURSTROM AG.

Christian Knops, Leiter der Kommunikation beim Grüner Strom Label e. V.

Im Zuge der Liberalisierung des Strommarktes in Deutschland Mitte der 90er Jahre entstand die Idee zu einem hochwertigen Label für Ökostrom. So erfolgte 1998 die Gründung und Markteinführung des Grüner Strom-Labels. Initiiert von EUROSOLAR, BUND, NABU und weiteren Umwelt- und Verbraucherverbänden, verfolgen wir bis heute die Vision einer 100-prozentigen ökologischen und dezentralen Energieversorgung und das Ziel, Verbraucherinnen und Verbraucher bei der Wahl des Ökostromtarifs transparent zu unterstützen. Mit dem Belieferungsbeginn der ersten Kunden Anfang 1999 war die NATURSTROM AG erster Labelnehmer des ersten Ökostromlabels in Deutschland und bei Einführung des Grünes Gas-Labels 2013 auch Vorreiter für das erste deutsche Biogaslabel.

Inzwischen sind mehr als 75 Energieversorger mit über 90 Ökostromtarifen, darunter zwölf bundesweit, mit dem Grüner Strom-Label zertifiziert. So werden ca. 360.000 Haushalte mit 1.16 Terawattstunden zertifiziertem Ökostrom pro Jahr versorgt. Zudem gibt es fünf Biogastarife, die mit dem Grünes Gas-Label ausgezeichnet sind, darunter auch naturstrom biogas mit 10, 20 und 100 Prozent umweltverträglichem Biogas.

Investitionen in die Energiewende

Je abgesetzter Kilowattstunde Grüner Strom-zertifizierten Ökostroms investieren die Energieanbieter einen festen Förderbetrag in neue Energiewende-Projekte. Im Privatkundenbereich sind es mindestens 0,5 Cent/kWh. So wurden bisher über 55 Millionen Euro in mehr als 1.300 Projekte investiert, wie Windenergie- und Photovoltaikanlagen, E-Mobilität, Mieterstrom oder Bildung. Einige Projekte haben Pioniercharakter:

Seit November 2015 drehen sich die Windräder des Bürgerwindparks Ramsthal, realisiert durch die NATURSTROM AG. Bürgerinnen und Bürger wurden nicht nur frühzeitig in die Planungen miteinbezogen, sie konnten sich auch finanziell am Windpark beteiligen. Das Projekt zeigt, wie die Zusammenarbeit zwischen Energieversorger und Akteuren vor Ort, kombiniert mit Bürgerbeteiligung, die Akzeptanz für Windkraft steigert.

Seit 1998 zertifiziert das Grüner Strom-Label Ökostrom, 2014 kam das Grünes Gas-Label für Biogas hinzu.

Das Aktiv-Stadthaus in Frankfurt erhielt zusammen mit dem Konstanzer Mieterstrommodell den VKU-Innovationspreis 2017. In beiden Projekten verkaufen die Labelnehmer den Strom der hauseigenen PV-Anlagen günstig im Miethaus an die Wohnparteien. So profitieren auch Mieter von der Energiewende.

Erst vor ein paar Wochen wurde die Studierendeninitiative Solar Powers e.V. aus Berlin mit dem Deutschen Solarpreis 2018 ausgezeichnet: Studierende initiierten Bau und Betrieb der PV-Anlage auf dem Dach der TU-Zentralbibliothek, gefördert mit Grüner Strom-Geldern der NATURSTROM AG. Mittlerweile ist das Anlagenmanagement Teil des Studiengangs zu Erneuerbaren Energien.

Auch außerhalb Deutschlands werden Projekte durch die Zertifizierung mit dem Grüner Strom-Label verwirklicht, wie die PV-Anlage auf dem Erholungszentrum Nadeshda nahe Minsk (Weißrussland) für Kinder aus der Tschernobyl-Region.

Schwerpunkte: Elektromobilität und Naturverträglichkeit

Unsere Themenschwerpunkte orientieren sich am Puls der Zeit und reichen von Naturverträglichkeit bis zu Elektromobilität. So wurden 2018 erstmals nicht nur Energiewende-Projekte durch das Grüner Strom-Label gefördert, sondern auch konkrete Natur- und Artenschutzmaßnahmen.

Mittlerweile ist Elektromobilität in aller Munde: Nachhaltig kann sie aber nur dann werden, wenn Fahrzeuge auch mit zertifiziertem Ökostrom betrieben werden. E-Mobilität ohne hochwertigen Ökostrom macht nur wenig Sinn. So beliefert die NATURSTROM AG über 450 öffentlich zugängliche Ladestationen in Deutschland, darunter zahlreiche Schnelllade-Stationen. Eine Ladekarte bietet dabei Zugang zum größten Ladenetzwerk Europas mit über 60.000 Anfahrtspunkten. Eine Erfolgsgeschichte ist auch Donk-EE: Das Kölner Sharing-Angebot für E-Lastenfahrräder ist das größte seiner Art in ganz Europa, kürzlich wurde die Flotte um weitere Räder erweitert.

 Umweltverträgliches Biogas – das Grünes Gas-Label

Doch Energiewende ist nicht nur Ökostrom, denn auch beim Heizen müssen wir auf eine nachhaltige Energieversorgung achten. Daher wurde 2013 das Grünes Gas-Label ins Leben gerufen. Auch hier ist NATURSTROM von Beginn an dabei. Der Schwerpunkt des einzigen Biogaslabels, das von führenden Umweltverbänden getragen wird, ist Biogas aus biogenen Reststoffen wie Küchenabfällen oder Grünschnitt aus kommunaler Bewirtschaftung.

Gütesiegel bieten wichtige Orientierung – und setzen Standards

Fazit nach 20 Jahren Arbeit in der Energiewende ist, dass im immer komplexer werdenden Energiemarkt anspruchsvolle Gütesiegel weiterhin wichtig sind: Die Ökosiegel Grüner Strom und Grünes Gas bieten nicht nur Verbraucherinnen und Verbrauchern Orientierung im Markt für Ökostrom und Biogas, sie stellen auch ein Qualitätsmerkmal für Energieversorger dar, die hochwertigen Ökostrom und umweltverträgliches Biogas anbieten. Durch das Grüner Strom-Fördersystem werden nachweislich Energiewende-Projekte verwirklicht. Daher sind Grüner Strom und Grünes Gas in Deutschland die einzigen Gütesiegel, die von führenden Umweltorganisationen wie NABU, BUND und DNR getragen und empfohlen werden.

Über den Autor: Christian Knops, Leiter der Kommunikation beim Grüner Strom Label e. V.

Titelbild: Fotostudio Hild, Burglauer

Gastautor_in
presse@naturstrom.de

Unter diesem Profil bloggen die verschiedensten Gastautoren zu den Themen Energie und Umwelt- und Klimaschutz. In ihren Texten werfen sie einen Blick über den Rand der NATURSTROM-Welt. Die Meinung der Gastautoren spiegelt nicht zwangsläufig die Meinung der NATURSTROM AG und der Redaktion wieder.

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