Sicher hoch hinaus beim Höhentraining

Wer bei NATURSTROM als technischer Betriebsführer oder technische Betriebsführerin durchstarten will, muss einmal im Jahr zum Höhentraining auf eine unserer Windenergieanlagen. Das schreibt nicht nur unser Arbeitsschutz-Verantwortlicher vor, sondern auch die DGUV, die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung. Aber was passiert da eigentlich in 140 Metern Höhe?

Unsere Kollegen in PSAgA – sicher und chic! Foto: Erik Heyden

Marc Barlag kennt die Antwort. Der 29-Jährige ist seit vier Jahren als technischer Betriebsführer in Wallenhorst für NATURSTROM im Einsatz. 2015 hat er sein erstes Höhentraining absolviert. In dem zweitätigen Grundkurs lernte er damals nicht nur das richtige Verhalten auf hochgelegenen Arbeitsplätzen, sondern auch, wie er die persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (von Profis auch PSAgA genannt) anlegt und Kollegen in Not retten kann.

Seitdem geht’s für ihn einmal jährlich zur „Auffrischung“ – und das ist auch gut so. Denn allzu oft muss Marc das Wissen aus dem Höhentraining wie die Erste-Hilfe- und die Rettungsmaßnahmen im Berufsalltag glücklicherweise nicht anwenden. „So oft klettern wir gar nicht auf die Windkraftanlagen, denn als technische Betriebsführer sind wir nicht für die regelmäßigen Wartungen oder außerplanmäßigen Instandsetzungen der Anlagen zuständig. Das erledigen unsere Partner. Ab und zu klettern wir dann aber doch hoch, beispielsweise um den Zustand unserer Windräder und die Qualität der Arbeit unserer Partner zu kontrollieren oder um erforderliche Sachkundeprüfungen von einzelnen Bestandteilen durchzuführen“, erklärt Marc. Den Großteil seiner Zeit verbringt er am Schreibtisch und überwacht die Windenergieanlagen aus der Ferne.

Mit dem Aufzug geht’s einmal ganz nach oben. Foto: Marc Barlag

Wenn Marc doch mal hoch muss, dann ist er nicht alleine. Denn unsere Kolleginnen und Kollegen arbeiten an einer Windenergieanlage grundsätzlich zu zweit. Deshalb ist es wichtig, im Ernstfall nicht nur sich selbst, sondern auch eine zweite Person retten zu können.

Vier solcher Höhentrainings hat Marc in seiner Zeit bei NATURSTROM schon miterlebt. Ist man da eigentlich noch nervös, wenn der Ernstfall geprobt wird? „Beim Höhentraining üben wir Situationen, die im Berufsalltag glücklicherweise keine Routine sind. Da ist ein bisschen Nervenkitzel dann ganz normal“, gibt Marc zu. Beim letzten Höhentraining Ende Oktober hat den zehn Teilnehmern aber das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht, sodass das Abseilen aus dem 140 Meter hohen Maschinenhaus ausfallen musste. „In so einem Fall verlegen wir das Ganze ins Innere der Anlage. Da üben wir dann, wie wir uns aus steckengebliebenen Aufzügen befreien.“

Aber nicht nur das jährliche Höhentraining ist für unsere technischen Betriebsführerinnen und Betriebsführer ein Muss: Alle, die an und in Windanlagen arbeiten, benötigen außerdem eine ärztliche Bescheinigung über ihre Höhentauglichkeit, einen Erste-Hilfe-Schein, eine Einweisung in die Bedienung der Windkraftanlage und des Aufzugs und müssen elektrotechnische Kenntnisse vorweisen. Mit diesem Wissen ausgestattet geht’s für unsere Kolleginnen und Kollegen auf eine unserer Windkraftanlagen, mit denen wir in ganz Deutschland für unsere Kunden 100 Prozent Ökostrom erzeugen.

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Dominique Czech
Dominique Czech
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