Nachhaltige Urlaubslektüre gesucht? Hier kommen unsere Buchtipps

Juhu, die Sommerferien beginnen – und damit auch die Urlaubszeit, auch wenn sich viele diese irgendwie anders vorgestellt haben. Doch wie heißt es so schön? Nicht alles ist abgesagt. Ob im eigenen Garten, im Park oder am Baggersee – Lesen ist nicht abgesagt.

Der Sommerurlaub ist für viele die Chance, endlich mal wieder zum Lesen zu kommen. Aber was? Wir haben drei Kolleginnen nach Buchempfehlungen gefragt. Hier kommen ihre Tipps, mit welchen (Hör-) Büchern ihr euch nicht nur eine richtig gute Zeit machen könnt – sondern die euch auch inspirieren.

Art Direktorin Natalie empfiehlt: „Eines Tages in der Provence“ von Karine Lambert

Foto: Natalie Muth

„Dieses Jahr hatte ich für Juni eine Reise durch Frankreich geplant. Die ist leider aus bekannten Gründen ausgefallen. Aber ich habe ein Buch gefunden, das ein paar schöne französische Urlaubsträume ermöglicht.

‚Eines Tages in der Provence‘ erzählt die Geschichte einer Platane in einem kleinen provenzalischen Dorf. Sie ist Mittelpunkt des Marktplatzes, und die Anwohner nehmen sie mal mehr, mal weniger wahr. An dem Tag, an dem bekannt wird, dass sie gefällt werden soll, beginnen die Anwohner sich zu erinnern, was der Baum ihnen bedeutet. Es folgen eine Reihe liebevoller persönlicher Geschichten und ein gewagter Plan, den Baum zu retten. Auch der Baum selbst kommt von Zeit zu Zeit zu Wort.

Für mich war es eine angenehme, leichte Sommerlektüre auf entspannten 208 Seiten.

So leicht die Geschichte auch ist, lädt sie auch zum Grübeln ein. Was bedeutet uns schon ein einzelner Baum? Beispielsweise der vor dem Fenster oder an der Bahnhaltestelle? Würden wir uns für ihn einsetzen, wenn er gefällt werden soll? Wohl eher die wenigsten. Wir nehmen es hin, wenn die Stadt oder der Nachbar scheinbar ohne Grund die Säge auspackt. Dabei sind die Bäume doch mehr als nur hübsch. Sie spenden Schatten, sind Spielplatz für Kinder und Klimaanlage für die Stadt. Es lässt sich auch im heißen Sommer hervorragend ein Buch unter ihnen lesen.“

 

Susi Demir aus dem Vertriebsteam in Köln empfiehlt: „The Big Five For Life“ von John Strelecky

„Vor anderthalb Jahren war ich unglücklich in meinem Job. Warum sollte ich meine Lebenszeit Dingen widmen, hinter denen ich nicht mit ganzem Herzen stand? Mir fehlte das ‚Bigger Picture‘ und die Aufgaben brachten mich zur Erschöpfung statt zur Erfüllung.

Auf meiner Suche nach mehr Sinn stand im April 2019 John Strelecky in Wiesbaden vor mir. Jeder außer mir schien diesen schlanken, witzigen Amerikaner mit Safari-Hut zu kennen! Sein Vortrag inspirierte mich dazu sein Werk ‚The Big Five For Life‘ zu hören – danach war nichts mehr wie zuvor.

Das (Hör-)Buch erzählt von einer sinnerfüllten Arbeitskultur, in der alle Mitarbeiter*innen ihren eigenen, individuellen  Zweck der Existenz erfüllen. Was genau das sein soll, erfährt man von der Roman-Hauptfigur, dem charismatischen Geschäftsmann Thomas. Er erzählt dem unzufriedenen Angestellten Joe das Geheimnis seines Erfolges: Alle Mitarbeiter*innen in Thomas‘ Unternehmen folgen ihrer Bestimmung und kennen ihre großen fünf Ziele im Leben. Er als Arbeitgeber unterstützt die Menschen sogar dabei, ihre Ziele herauszufinden – es ist quasi ein Einstellungskriterium.

Plötzlich war in mir eine so starke Erkenntnis, die man im englischen als ‚mindblowing‘ bezeichnen würde: Alle Angestellten unterstützen das Unternehmen freiwillig und mit Stolz, da sie ihre eigenen Werte ausleben dürfen. Was für eine schöne Vorstellung! In dieser Welt würde ich auch gerne leben.

Kennt ihr Bücher, bei denen man traurig ist, dass man auf der letzten Seite angekommen ist? ‚The Big Five For Life‘ hat mir gezeigt, wie wichtig es, ist die eigenen Werte zu kennen und zu leben. Diese Geschichte von Thomas und Joe schließt mit einem höchst emotionalen Ende, dessen metaphorische Bedeutung danach häufig kopiert und aufgegriffen wurde. Aber meine Geschichte fing erst an – im Vertrieb bei NATURSTROM.“

Dominique aus der Pressestelle empfiehlt: „Einfach leben“ von Lina Jachmann

„Mich fasziniert Minimalismus – und alles, was damit zusammenhängt. Denn wer einmal anfängt, sein Zuhause von Unnötigem zu befreien, hört nicht mehr so schnell auf und macht auch in anderen Bereichen weiter: lästige Newsletter, längst vergessene Kontakte im Telefonbuch, Instagram-Abonnements ohne Mehrwert – all das kann weg, weg, weg.

Foto: Dominique Czech

Als mir dann vor einigen Wochen zufällig das Buch ‚Einfach leben‘ der Hamburgerin Lina Jachmann in die Hände fiel, konnte ich nicht widerstehen. Es mag vielleicht kontraproduktiv klingen, ein Buch über Minimalismus als Spontankauf anzuschleppen – aber ich bereue nichts. Jachmann widmet sich auf ca. 240 Seiten vier großen Lebensbereichen: Wohnen, Mode, Körperpflege und Alltag. Dabei lässt die Autorin auch andere Menschen, die hier besondere Erfahrungen gemacht haben, zu Wort kommen. Wie der Filmemacher Daniel Frerix, der seinen Stromverbrauch maximal minimalisiert hat. Heute verbraucht der Meerbuscher dank eigener Photovoltaik-Anlage auf dem Balkon nur noch 248 Kilowattstunden aus dem Netz. Und auch die kommen bei ihm aus Erneuerbaren Energien. Denn nicht nur die Frage, wie viel jemand besitzt, ist beim Minimalismus entscheidend, sondern auch, welche Ressourcen dafür aufgewandt werden müssen. Deshalb gehen Minimalismus und Klimaschutz Hand in Hand.

Auch das Interview mit Melanie Jeske alias Melodie Michelberger zum Thema nachhaltiger und minimalistischer Mode hat mich sehr inspiriert. Ein sehr spannender Gedanke daraus: Jeder kann sich nachhaltige Mode leisten – nur eben nicht in demselben Umfang, in dem wir sonst herkömmliche Mode, also Fast Fashion, konsumieren.

Neben diesen und weiteren spannenden Portraits und Interviews (unter anderem mit der Original-Unverpackt-Gründerin Milena Glimbovski und Sinnfluencerin Madeleine Darya Alizadeh alias dariadaria) überzeugt ‚Einfach leben‘ auch mit seinem ansprechenden, minimalistischem Design, vielen schönen Fotos und praktischen Tipps (wie etwa dem Hinweis auf die Robinsonliste, eine Schutzliste, die dafür sorgt, dass man keine unaufgeforderte Werbung erhält).“

Wie sieht’s aus: Haben euch unsere Buchtipps inspiriert? Bevor ihr sie nachkauft, fragt doch mal in eurem Bekanntenkreis, ob euch zufällig jemand eins der Bücher ausleihen kann. Ansonsten schaut am besten in der lokalen Buchhandlung eures Vertrauens vorbei – auch die kann euch Bücher in der Regel innerhalb von 24 Stunden beschaffen.

Falls es doch eine Online-Bestellung sein soll, findet ihr auf Utopia.de eine Liste ökologischer Online-Buchhandlungen.

 

Titelbild von Ben White via Unsplash

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NATURSTROM Team
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Unter diesem Profil schreiben NATURSTROM-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter, die nicht zu den regelmäßigen Blog-Autoren gehören.

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