Wir zeigen Ihnen interessante, spannende und einfach nur schöne Orte in Köln, die allesamt auf naturstrom setzen. (Bild: © Volker Mühlenbruch / pixelio.de)

Städte-Trip: Mit NATURSTROM 24 Stunden Köln erleben

Den Kölner Dom kennt jeder und natürlich ist er beeindruckend. Wer jedoch den Puls der Stadt fühlen will, sollte einen Tag mitten in einem der typischen Viertel verbringen. Sie haben Lust dazu? Dann ziehen Sie mit uns durch zwei der angesagtesten Trendviertel: Ehrenfeld und das in direkter Nachbarschaft liegende Belgische Viertel. Wir zeigen Ihnen interessante, spannende und einfach nur schöne Orte, die allesamt auf naturstrom setzen.

Köln hat viele hübsche Ecken, ist jedoch keine architektonische Perle. Was viel wichtiger ist: Die Stadt „es e Jeföhl“ – sie „ist ein Gefühl“. Woran man das merkt? Man sitzt auf einem Stein an einer Straßenecke mitten in einem Wohnviertel. Fremde Menschen kommen vorbei – alt, jung, dick, dünn. Alle lächeln und grüßen, mindestens. Niemand zieht wortlos vorbei. Manchmal wird man in kurze Gespräche verwickelt, oft lustige. Und falls man an dem Tag etwas traurig dreinblickt, stehen die Chancen gut, dass einem jemand völlig Fremdes aufmunternd die Hand auf die Schulter legt. Einfach so. Ohne zu fragen. Um nett zu sein. Das ist Köln. Und die Stadt ist einiges mehr. Kosmopolitisch, verpeilt, unorganisiert, dreckig, unbekümmert, optimistisch, offenherzig, im Sommer stickig. Sie möchten die Stadt erleben? Dann ziehen Sie mit NATURSTROM durch zwei der trendigsten Veedel: Ehrenfeld und das in direkter Nachbarschaft liegende Belgische Viertel.

Los geht´s in Ehrenfeld, einem ehemaligen Arbeiterviertel, das noch immer dieses Flair hat, gleichzeitig jedoch viele Künstler und inzwischen ganz versteckt jede Menge kleine Designer-Lädchen, bezaubernde Cafés und trendige Clubs beherbergt. Hier wehen an den Eingangstüren vieler Kinderspielplätze leuchtend gelbe Anti-Atom-Fahnen mit roter Sonne. Nachhaltigkeit ist ein dominantes Thema. Es gibt viele Bio-Supermärkte und Bürgergärten.

Erste Station: Thanh Thuy Atelier & Laden. Das Label Thanh Thuy bietet individuelle, zeitlose Mode aus überwiegend ökologisch korrekten und fair produzierten Stoffen. Hier kann man guten Gewissens durch die neusten Kollektionen stöbern und das Schönsein vorm Spiegel genießen. Sehr charmant, aber auch richtig gut versteckt ist die Körnerstraße, die man fußläufig von hier in zwei Minuten erreicht. Kölnern ist sie auch wegen ihres schönen Straßenfestes ein Begriff, bei dem Selbstgemachtes und -gekochtes in familiärer Atmosphäre auf der Straße angeboten wird. Die vielen kleinen Läden sind sehr individuell. Kitch Deluxe etwa bietet ein spannendes Durcheinander an edler französischer Damenmode, antiken Wohnungs-Accessoires und Schmuck – aber auch interessanten Krimskrams, den man auf einem guten Flohmarkt häufig vergeblich sucht.

Van Dyck direkt schräg gegenüber, im ehemaligen Friseursalon „Figaro von Ihrefeld“, ist eine Espressobar der ungewöhnlichen Art. Hier trifft gradliniger Industriestil auf solides Rösthandwerk. Die Rohkaffees stammen aus fairem Handel und biologischem Anbau. Gemacht wird die duftende Tasse wie bei den alten Meistern: Im traditionellen Trommelröster, schonend bei niedrigen Temperaturen. Er läuft etwa sieben Stunden pro Tag – davon werden rund fünf Stunden geröstet und anschließend zwei Stunden gemischt. Ein ganz anderer Geschmack als Industriekaffee – probieren Sie´s selbst.

In der Drahtflechterei zaubert Marko Retting durch Biegen, Binden und Abknipsen Kronleuchter, Garderobenhalter, Obstschalen und Kerzenständer. Wer das Handwerk lernen möchte, kann sich bei seinen Kursen und Workshops anmelden. Drahtflechten ist eine Kunst, die hierzulande inzwischen fast ausgestorben ist – obwohl bis vor wenigen Jahrzehnten Gebrauchsgegenstände aus Draht noch in jedem Haushalt zu finden waren. In der Körnerstraße wird sie höchst ästhetisch wiederbelebt.

Etliche weitere kleine Geschäfte in der Körnerstraße sind ebenfalls einen Besuch wert – wenn Sie jedoch vom Stöbern und Shoppen hungrig geworden sind, ist das Café Sehnsucht eine gute Adresse. Eingerichtet im charmanten Jugendstil, bietet es hochwertige Küche mit täglich wechselndem Angebot sowie Menus. Die Lokalität ist biozertifiziert und bezieht seit vielen Jahren naturstrom. Ein kleiner Ofen verbreitet im Winter gemütliche Wärme, im Sommer kann man in dem kleinen Hinterhof draußen sitzen.

Wer sich mehr für Kunst interessiert, sollte dem Atelierzentrum Ehrenfeld des Vereins artmrx e. V. einen Besuch abstatten. Seit 2013 beherbergt es Künstler und Kreative aus Malerei, Grafik, Photographie, Film, Mosaik, Schmuckdesign und Wortbildung. Es bietet regelmäßig interessante Ausstellungen, die themenbezogen sind oder Einblicke in den aktuellen Querschnitt der Arbeiten geben. Sehr sehenswert sind beispielsweise häufig die Fotoausstellungen. Sie werden online angekündigt.

Ehrenfeld ist sehr lebhaft, nicht zuletzt wegen der starken Durchmischung unterschiedlichster Kulturen und Milieus. Ähnlich wie in Italien leben die Menschen, sobald es das Wetter erlaubt, auf der Straße, treffen sich vor Cafés, in Biergärten oder mit Grill und lebensmittelschweren Bollerwägen auf Kinderspielplätzen. Hauswände sind an vielen Stellen kreativ gestaltet, dasselbe gilt für die liebevoll bepflanzten Parzellen rund um die Straßenbäume. Allerdings ist das Viertel nicht das sauberste und an manchen Stellen ein wenig „trashig“. Toleranz: sehr viel! Ordnung: eher wenig! Etwas gediegener geht es in dem benachbarten belgischen Viertel zu. Die Straßen sind hier weniger eng, die Häuser sehr viel größer. Ähnlich wie in Ehrenfeld haben hier – für Kölner Verhältnisse – viele sehr schöne Altbauten den Krieg überlebt.

Musik-Freaks werden im Groove Attack Record Store einen Adrenalinstoß erleben. Er ist seit jeher DIE Adresse für Vinyl in Köln. Einzig Musik-Legastheniker werden hier keine Glücksgefühle erleben. So eine kratzige Schallplatte kann man eben nicht mit dem seelenlosen Downloadknopf eines Laptops vergleichen. Das Sortiment ist über die Jahre immer besser geworden. Die Jungs, die hier arbeiten, kennen sich aus, man findet sämtliche Musik-Register jenseits des Mainstreams, egal ob House, Jazz, Soul, Techno oder HipHop. Hinzu kommen unzählige Vertreter aus Bereichen der experimentellen Musik und viele Direktimporte aus den USA und England. Wer geduldig stöbert, wird so manche Rarität entdecken.

Das Herz des Belgischen Viertels bildet der Brüsseler Platz, auf dem es nicht nur in Sommernächten bis in die frühen Morgenstunden sehr voll und laut werden kann. In direkter Nähe finden sich viele stilvolle Restaurants und einige sehr bekannte Kölner Kneipen. „Gottes Grüne Wiese“ beispielsweise ist DIE Fußballkneipe. Sie bietet neben allen Bundesliga- und Champions League-Spielen auf großer Leinwand auch immer wieder kleine Newcomer-Bands und talentierte DJs, die gute Mucke auflegen. Das Bier ist auch in Ordnung, aber: Das einzige Bio-Kölsch der ganzen Stadt gibt´s im Hellers Brauhaus. Hier wird selber gebraut – sieben verschiedene hausgemachte Biersorten stehen zur Auswahl: neben dem unangefochtenen Hauptprodukt Kölsch auch die Sorten Wiess, Weizen, Pils, Maibock , Winterbock und sogar Alt. Zusätzlich finden sich selbstkreierte Liköre wie der „Kallendresser“. Diese Figur ist ganz eng mit der rheinländischen Stadt Köln verbunden und steht für einen Menschen, der echten oder selbsternannten Obrigkeiten die Meinung sagt. Frech und eindeutig, wie die Domstädter häufig sind, tut er dies mit dem nackten Popo – auch auf dem Etikett des gleichnamigen Likörs. Wer Köln flüssig schmecken will, ist hier goldrichtig.

Und tanzen, die ganze Nacht hindurch? Geht natürlich auch in Köln! Unser NATURSTROM-Tipp: Zurück nach Ehrenfeld! Das Viertel hat – gefühlt und vermutlich auch real – die mit Abstand größte Dichte an Clubs und Tanzhallen. Zu den Top-Adressen zählt der Club Bahnhof Ehrenfeld. Die außergewöhnliche Location hat sich in zwei der alten Bahnhofsbögen niedergelassen. Mit seinem breit gefächerten Programm aus Partys, Konzerten und vielen weiteren kulturellen Veranstaltungen bietet der Club viel Abwechslung. Von Hip-Hop und Soul über Elektro und Indie bis hin zu so ausgefallenen Genres wie Kuduro oder Kwaito findet man hier alles. Spaß gehabt mit NATURSTROM in Köln? Wir hoffen es und sagen: Jedem Dierche sing Pläsierche. Zu hochdeutsch: Jedem Tierchen, also Menschen, sein Vergnügen.

Rebecca Raspe
raspe@naturstrom.de

schrieb von 2011 bis Ende 2015 für NATURSTROM als Redakteurin in der Unternehmenskommunikation. Zuvor hat sie als Journalistin für Fachmagazine über Erneuerbare Energien im In- und Ausland berichtet. Nachhaltigkeit ist ihr wichtig und sie begeistert sich für fortschrittliche Technologien.

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