Wurmkisten: Die geruchslosen Komposthaufen für zu Hause

Eine Wurmkiste – was ist das denn? Was kann die? Wie baue ich eine? Vor Kurzem fand im NATURSTROM-Laden in Köln ein Workshop statt, der genau diese Fragen beantwortet hat. Laura Friedrichs, Leiterin des Produktmarketings bei NATURSTROM, war dabei und hat unserem Kollegen Hendrik davon berichtet.

„Die Arbeit bei NATURSTROM regt mich täglich zu mehr Nachhaltigkeit an – auch im Alltag“, erzählt Laura. Sie habe sich schon seit Längerem Gedanken über eine Alternative zu einem Komposthaufen gemacht, etwas für zu Hause. Durch Freunde kam sie auf die Idee, sich eine Wurmkiste anzuschaffen. Da kam die Einladung zum Wurmkisten-Workshop im NATURSTROM-Laden in Köln, bei dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter Anleitung ihre eigene Wurmkiste bauen, genau richtig. Natürlich meldete sich Laura sofort an – und hatte Glück: Sie erwischte den letzten freien Platz.

Anja und Marcel von „Wilma in der Wurmkiste“ erzählen den Workshop-Teilnehmerinnen und -Teilnehmern, was auf sie zukommt. © NATURSTROM

Bevor der Workshop stattfinden konnte, mussten die NATURSTROM-Kolleginnen und -Kollegen in Köln ran: Je zwei Eimer pro Teilnehmer bzw. Teilnehmerin mussten her. Dazu klapperten sie sämtliche Döner- und Imbissbuden ab, bis sie genug Eimer beisammenhatten. Die übrigen Materialien sowie das Fachwissen haben die Gäste von Wilma in der Wurmkiste mitgebracht, die Mitorganisatoren des Workshops waren.

Der Blick in die Kiste © NATURSTROM

Zu Beginn des Workshops erklärten Anja und Marcel, die den Kurs leiteten, was eine Wurmkiste überhaupt ist und wie sie aufgebaut ist. „Dazu hatten sie auch ihre eigene mitgebracht – das war sehr anschaulich“, erinnert sich Laura. Kurz gesagt besteht eine Wurmkiste aus zwei Gefäßen, die ineinander stehen. In das kleinere werden Erde und Würmer gefüllt. Die in der Wurmkiste lebenden Kompostwürmer zersetzen Speisereste und produzieren daraus den sogenannten „Wurmtee“. Dieser fließt in das äußere Gefäß und kann dort entnommen werden. „Einen natürlicheren und vor allem nachhaltigeren Dünger gibt es nirgendwo zu kaufen!“, freut sich Laura.

Der Bau der Wurmkiste hat etwa zwei Stunden in Anspruch genommen. „Die Gäste von Wilma in der Wurmkiste waren sehr gut vorbereitet und haben für eine gute Stimmung während des Kurses gesorgt“, erzählt Laura. „Nachdem wir mit dem Bau fertig waren, haben sie uns noch Futter für die Würmer gegeben, das wir in die Kisten gelegt haben. Die Würmer essen Obst- und Gemüseabfälle, sie sind Rohkostveganer, mit Ausnahme von Citrusfrüchten und verschiedenen Laucharten.“

Ist Wurm gleich Wurm? Kompostwurm (links) vs. Regenwurm (rechts)
– Kompostwürmer sind kleiner als Regenwürmer.
– Kompostwürmer sind rot mit gelben Ringeln, Regenwürmer sind braun.
– Kompostwürmer brauchen hohe Temperaturen, um sich wohlzufühlen.
– Kompostwürmer vermehren sich deutlich schneller als Regenwürmer.

Die Wurmkiste selbst benutzt Laura nun wie einen Komposthaufen, nur eben in der Küche. Die Kiste sowie ihre kleinen Bewohner sind sehr pflegeleicht. Laura muss nur darauf achten, dass die Würmer es nicht zu feucht und nicht zu heiß haben. Auf die Frage, ob sie die Würmer bemerken würde, antwortete sie: „Die Würmer riechen nicht, aber wenn man den Deckel öffnet und genau hinhört, kann man sie husten hören.“ 😉

Leuchtende Kinderaugen beim Wurmkisten-Workshop © NATURSTROM

Autor: Hendrik Pabst, Auszubildender zum Kaufmann für Büromanagement bei NATURSTROM

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