Wann ist die Erde aufgebraucht? Earth Overshoot Day 2020

Morgen ist der Earth Overshoot Day 2020. Das Datum bezeichnet den Tag, an dem wir rechnerisch die uns für das jeweilige Jahr zustehenden Ressourcen der Erde aufgebraucht haben. Wie es jetzt weitergeht und wie NATURSTROM euch bei der Verkleinerung eures persönlichen ökologischen Fußabdrucks unterstützen kann, lest ihr hier.

Was bedeutet der Earth Overshoot Day?

Der Welterschöpfungstag, so die deutsche Bezeichnung für den Earth Overshoot Day, gibt das Datum an, bis zu dem wir mit den uns für dieses Jahr zur Verfügung stehenden Umwelt-Ressourcen auskommen. Berechnet wird er vom Global Footprint Network (GFN), einer Umweltorganisation, die 2003 gegründet wurde und ihren Hauptsitz in Oakland, Kalifornien hat. Neben dem Earth Overshoot Day ist das GFN auch für die Formel des ökologischen Fußabdrucks bekannt.

Was ist der ökologische Fußabdruck und was hat er mit dem Welterschöpfungstag zu tun?

Der ökologische Fußabdruck gibt an, wie groß die Fläche ist, die notwendig wäre, um den aktuellen Lebensstil und -standard eines Menschen zu tragen. Angegeben wird er in gha, was für globale Hektar steht. Dem globalen Hektar liegt die Annahme zu Grunde, dass die Fruchtbarkeit von Böden auf der Erde ungleich verteilt ist. Logisch, schließlich sind Wiesen oder Äcker deutlich fruchtbarer als Wüsten. Der Globale Hektar bildet daher die weltweite durchschnittliche biologische Produktivität eines Hektars ab.

Wie wird der Earth Overshoot Day berechnet?

Um den Earth Overshoot Day zu ermitteln, wird zunächst der ökologische Fußabdruck der Menschheit berechnet. Den ökologischen Fußabdruck einzelner Nationen findet ihr übrigens auf der Website des Global Footprint Networks graphisch ansprechend und interaktiv aufbereitet.

Neben dem ökologischen Fußabdruck der Menschheit ist noch eine weitere Maßeinheit für die Berechnung des Welterschöpfungstags relevant: die weltweite Biokapazität. Sie sagt aus, wie viele natürliche Ressourcen die Erde während eines Jahres produziert. Auch hier lohnt sich ein Blick auf die GFN-Website.

Berechnet wird der Earth Overshoot Day, indem man die Biokapazität der Welt durch den mit 365 multiplizierten ökologischen Fußabdruck der Menschheit teilt. Heraus kommt die Anzahl der Tage im Jahr, an denen die Erde dazu in der Lage ist, die für die Menschheit notwendigen Ressourcen bereitzustellen. Die Tage, an denen die Erde das nicht mehr leisten kann, sind der sogenannte „Overshoot“, also der ungedeckte Überhang.

Wann ist der Earth Overshoot Day 2020?

Dieser Berechnung folgend fällt der Earth Overshoot Day 2020 auf den 22. August – also den morgigen Samstag. Der letzte Earth Overshoot Day war übrigens am 29. Juli 2019 und damit fast einen Monat früher als dieses Jahr.

Die Umwelt verzeiht

Diese positive Entwicklung haben wir aber keinesfalls einem globalen Umdenken zu verdanken – sondern vielmehr der Corona-Pandemie. Sie führte dazu, dass bspw. allein die deutsche Industrie laut Expert*innen des Think Tanks Agora Energiewende Anfang 2020 rund 25 Millionen Tonnen CO2 weniger emittiert haben. In China hat der Shutdown sogar dazu geführt, dass die Luftverschmutzung innerhalb nur weniger Wochen größtenteils verschwand. Natürlich ist eine Pandemie keine Option, um auf Dauer wirksamen Klimaschutz zu gestalten. Dennoch haben die Ereignisse der letzten Monate gezeigt: Es ist noch nicht zu spät, in Sachen Klimaschutz zu handeln. Aber wie?

Die Welt ist rechnerisch erschöpft – und nun?

Wer mit dem Donk-EE unterwegs ist spart nicht nur CO2, sondern im dichten Kölner Stadtverkehr auch Zeit und Nerven. © Donk-EE

Selbstverständlich bedarf es entsprechender gesetzlicher Rahmenbedingungen, sei es auf EU-Ebene mit dem Green Deal oder national mit einem Kohleausstiegsgesetz – also einem ambitionierten.

Doch unabhängig von politischen Weichenstellungen, kann schon heute jede*r einzelne von uns etwas für mehr Nachhaltigkeit im Alltag tun: durch die Reduktion tierischer Produkte auf dem Speiseplan, den Umstieg auf klimafreundliche Mobilität wie beispielsweise unser Kölner E-Lastenrad-Sharing Donk-EE, Recycling – und den Bezug echter Ökoenergie. So konnten allein 2019 unsere 270.000 NATURSTROM-Kundinnen und Kunden über 470.327 Tonnen CO2 vermeiden. Das entspricht dem CO2-Ausstoß von 2,7 Milliarden Kilometern mit einem durchschnittlichen Verbrenner.

Habt ihr dazu beigetragen, indem ihr schon NATURSTROM-Kund*innen seid? Super! Wenn nicht, könnt ihr jetzt ganz einfach zu unseren Ökostrom– und Biogas-Tarifen wechseln. Damit verändert ihr euren ökologischen Fußabdruck sogar, ohne das Haus zu verlassen. Viel einfacher geht es kaum.

Alle Preise brutto inkl. 16 % MwSt.

Wer nun selbst Lust hat, wie unser Kollege Matthias 2017, seinen ökologischen Fußabdruck zu berechnen, findet beim Footprintcalculator auch einen deutschsprachigen Rechner.

Dominique Czech
Dominique Czech
dominique.czech@naturstrom.de

ist seit April 2018 dabei und schreibt für NATURSTROM über alles rund um die Energiewende. Jenseits des Büros bewegen sie die Themen Ernährung, Konsum und Mobilität – aber bitte in nachhaltig.

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