Geldmünzen

Preissenkung und –erhöhung bei NATURSTROM

Im Herbst wird es Jahr für Jahr spannend auf den Energiemärkten: Die Höhe etlicher Umlagen für das Folgejahr wird bekanntgegeben, die Energieversorger beschaffen Strom- und Gasmengen und kalkulieren die Preise. So geschehen auch bei NATURSTROM. Das Ergebnis: Die Preise für naturstrom biogas senken wir bereits zum dritten Mal in Folge. Der Preis für naturstrom steigt dagegen leicht, bedingt durch höhere Umlagen und Netzentgelte. Die Hintergründe erläutern wir hier im Blog.

Zunächst zum Strom: Viele der Abgaben und Umlagen, die für die Strombelieferung von Endkunden erhoben werden, steigen zum Jahreswechsel – und das teils erheblich. Die Erhöhung der EEG-Umlage, auf die sich traditionell das Medieninteresse konzentriert, ist dabei in diesem Jahr nur ein Faktor unter mehreren. Die EEG-Umlage steigt von 6,170 Cent pro Kilowattstunde (kWh) in 2015 auf 6,354 Cent pro kWh in 2016, also um 0,18 Cent. Auch andere Umlagen werden erhöht: Die KWKG-Umlage, über welche die Nutzung von Kraft-Wärme-Kopplung gefördert wird, steigt um 0,19 Cent pro kWh. Und auch die Umlage nach § 19 der StromNEV (Stromnetzentgeltverordnung) klettert um 0,14 Cent. Über diese Umlage wird eine Entlastung stromintensiver Industriebetriebe von den Kosten für die Netznutzung finanziert. Die Stromnetzbetreiber holen sich die Einnahmen, die ihnen bei der stromintensiven Industrie entgehen, über die Umlage bei kleineren Gewerbebetrieben und den Haushaltskunden zurück.

Von der Kostensteigerung sind nicht nur die genannten verbrauchsabhängigen Preisbestandteile betroffen. Auch der Grundpreis für die Nutzung des Stromnetzes steigt – je nach Stadt bzw. Netzgebiet sogar sehr drastisch, im bundesweiten Durchschnitt um fast 12,00 Euro brutto pro Jahr. Diesen Anstieg müssen wir durch eine Erhöhung des monatlichen Grundpreises an unsere Kundinnen und Kunden weitergeben.Strompreis_Privatkunden

Die insgesamt deutlich steigenden Kosten bei den Netzentgelten, Umlagen und Abgaben konnten durch leicht gesunkene Beschaffungskosten nicht kompensiert werden.

Aus diesen Gründen müssen wir unsere Preise für naturstrom anpassen und sowohl den Grundpreis als auch den Arbeitspreis leicht erhöhen. Für unsere Bestandskunden gelten die Preise ab dem 1. Januar 2016. Interessenten, die neu zu naturstrom wechseln, werden ab sofort zu den neuen Konditionen in Belieferung genommen. Da zwischen Vertragseingang und Belieferungsbeginn meist ein paar Wochen liegen, werden viele Neukunden genauso wie die Bestandskunden ab dem Jahreswechsel mit naturstrom zu den neuen Preisen versorgt.

Der neue Arbeitspreis für naturstrom beträgt 26,75 Cent pro kWh gegenüber bislang 26,25 Cent, der monatliche Grundpreis liegt bei 8,90 Euro anstatt bisher 7,95 Euro. Ein sparsamer Dreipersonenhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.000 kWh wird aufgrund der Preisänderungen pro Monat 2,20 Euro bzw. pro Jahr 26,40 Euro zusätzlich zahlen müssen.

Wiederholte Preissenkung bei naturstrom biogas

Anders ist die Situation beim Gas: Bereits zum dritten Mal in Folge senken wir die Preise für unsere drei Privatkundentarife. Der Arbeitspreis reduziert sich um jeweils 0,15 Cent pro kWh, der monatliche Grundpreis bleibt mit 9,90 Euro konstant. Eine Familie, die im Einfamilienhaus mit naturstrom biogas heizt und kocht, spart somit 30 Euro bei einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh. Mit der Preissenkung geben wir niedrigere Beschaffungskosten an unsere Kunden weiter.

Gaspreis_PrivatkundenNATURSTROM bietet Biogastarife mit einem Anteil von 10 und 20 Prozent Biogas sowie einen Tarif mit 100 Prozent Biogas an. Der neue Arbeitspreis für naturstrom biogas beträgt 6,25 Cent pro Kilowattstunde bei 10 Prozent Biogas-Beimischung, 6,65 Cent für den 20-Prozent-Tarif und 10,25 Cent für hundertprozentiges Biogas. Neuen Kunden garantiert NATURSTROM den Preis bis Ende 2016.

Gewonnen wird naturstrom biogas ausschließlich aus Reststoffen. Denn die energetische Verwertung von Reststoffen hilft, Flächenkonkurrenzen zwischen Energie-, Futtermittel- und Nahrungspflanzen zu vermeiden. NATURSTROM bezieht Biogas aus einer Klärgasanlage in Hamburg, die das bei der Ausfaulung des Klärschlamms entstehende Gas zu Erdgasqualität aufbereitet, sowie von einer Biogasanlage in Brandenburg, die organische Reststoffe nutzt.

Aufgrund der besonders nachhaltigen Beschaffung ist naturstrom biogas das erste und aktuell einzige Biogasangebot, das mit dem besonders strengen Label „Grünes Gas“ ausgezeichnet wird. Hinter dem Label stehen u.a. die großen Umweltverbände BUND und NABU.

Tim Loppe
Tim Loppe
loppe@naturstrom.de

ist seit April 2010 Pressesprecher bei NATURSTROM. Entdeckte die Energiewende in seiner Zeit bei einer Düsseldorfer PR-Agentur für sich. Zuvor hatte der promovierte Germanist an den Universitäten Düsseldorf und Münster im Bereich Sprachwissenschaften gelehrt. E-Mail

2 Kommentare
  • Thomas
    Geposted um 08:45h, 18 Dezember Antworten

    Bei den vielen Anbietern, die es mittlerweile auf den Markt gibt, lohnt sich ein Vergleich zwischen den unterschiedlichen Angeboten. Nur so kann man sich einen Überblick verschaffen und so auch den für sich günstigeren Anbieter finden.

    • Tim Loppe
      Tim Loppe
      Geposted um 10:02h, 18 Dezember

      Hallo Herr Bauer!
      Stimmt, ein Vergleich lohnt sich. Und der zeigt in vielen Fällen: naturstrom ist auch mit der im Preis enthaltenen Neuanlagenförderung von 1 Cent netto pro Kilowattstunde günstiger als der Graustrom-Standardtarif des örtlichen Grundversorgers. Und diesen Grundversorgungstarif beziehen immerhin noch rund 40 der Haushalte in Deutschland. Man sieht also: Zertifizierter Ökostrom ist preislich längst absolut wettbewerbsfähig. Und Hand aufs Herz, mit Blick auf Energiewende und Klimaschutz sollte die Wahl ohnehin klar sein.
      Viele Grüße.

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