Ein „Lasti“ für alle Fälle

Bis Sommer 2021 war Cem Yilmaz Autofahrer. Mit seinem geräumigen Kombi transportierte er seine zwei Kinder sowie Labrador-Hündin Polly und sein DJ-Equipment innerhalb Kölns von A nach B. Als der Turbolader den Geist aufgibt, beschließt er, aufs Lastenrad umzusteigen – mit dem Abo-Rad von Green Moves.

„Ich war einer dieser klassischen Autobesitzer, deren PKW gut 80 Prozent der Zeit nur rumsteht und Platz kostet. Das hat mich schon länger echt genervt“, erzählt Cem Yilmaz. Der Kölner DJ gab monatlich gut 500 Euro fürs Auto aus, davon allein 200 Euro für Knöllchen. Die Nachricht, dass sich eine Reparatur nicht mehr lohnt, war für ihn Anlass, sein Mobilitätsverhalten grundsätzlich zu hinterfragen. Der Großteil seiner Fahrten findet innerhalb der Stadt statt, Fahrten raus aus Köln gibt’s nur selten. Urlaube macht er mit seiner Familie am liebsten per Bahn: „Nie kam ich entspannter in Norddeutschland ein. Da beginnt der Urlaub echt schon mit der Anreise.“

Cem vor seiner mietbaren Eventlocation, dem GREATLIVE in Köln © Fritz Bunse / NATURSTROM AG

Cem beschließt, dass sein neues Fahrzeug kein PKW, sondern ein Lastenrad werden soll. Das bietet genug Stauraum und ist dazu noch gut für Umwelt und Gesundheit. Doch die Ernüchterung folgt bald: ausverkauft. Überall. „Niemand konnte mir ein hochwertiges Lastenrad verkaufen. Lieferzeiten ab sechs Monaten waren normal, so lange konnte ich aber nicht warten.“ Seine Rettung: das Abo-Rad von Green Moves.

Binnen weniger Tage steht das elektrische Lastenrad von Riese & Müller vor seiner Tür – und ersetzt seitdem das Auto nahezu komplett. „Alles was ich vorher mit der Karre gemacht habe, war pure Faulheit. Ich wusste: Irgendwann musst du mal eine Entscheidung treffen, welche Lösung am sinnvollsten ist.“ Heute nutzt Cem für die seltenen Fahrten außerhalb Kölns einen Mietwagen, in der Stadt ist er nur noch auf zwei Rädern unterwegs. Doch nicht nur privat hat er sich voll aufs Lastenradfahren eingestellt: Auch beruflich ist sein neues Mietgefährt voll integriert.

Als während der Pandemie seine Kneipe Little Lui und seine Disco Veedelclub schließen müssen und auch die naheliegende Eventlocation brach liegt, kommt Cem, der als DJ unter dem Namen „beatpackers“ auflegt, auf die Idee, sein Lastenrad kurzerhand zum mobilen DJ-Setup umzubauen. Mittlerweile ist er damit jeden Donnerstag unterwegs, um in Parks oder vor Außengastronomie zu spielen – und das rundum nachhaltig: „Ich habe mir Solarpaneele gekauft, die laden tagsüber die Akkus, die dann genug Strom für die Elektronik und sogar fürs Lastenrad liefern.“ Seine Lastenrad-Sessions streamt er live auf seinem Twitch-Kanal.

Besonders Cems Kinder sind große Fans von „Lasti“, wie sie ihre neue Familienkutsche mittlerweile nennen. „Vorher waren die Kids oft hinten im Fahrradanhänger unterwegs, so dass wir uns gegenseitig während der Fahrt kaum verstehen konnten. Jetzt sitzen sie vorne in der Transportbox und ich muss mich nicht nach hinten zu ihnen umdrehen – das macht alles natürlich viel sicherer“, berichtet Cem. Für den täglichen Weg zur Kita hat sich der Unternehmer ein ganz besonderes Unterhaltungsprogramm überlegt: „Jeden Morgen dürfen sich die Kinder aussuchen, was wir auf dem Weg zum Kindergarten via Bluetooth-Lautsprecher hören.“

Mit seinem E-Lastenrad ist Cem ein echter Hingucker – und nicht nur für seine Kinder ein Vorbild. „Es kam schon mehrfach vor, dass Leute mich auf der Straße angesprochen haben und mein Lastenrad abkaufen wollten“, erzählt er lachend. Kaufangebote lehnt Cem natürlich ab – schließlich ist das E-Lastenrad bisher ja auch nur gemietet. Wenn’s nach Cem geht, soll sich das bald ändern: Gerade bespricht er mit Green Moves, unter welchen Konditionen er das E-Lastenrad komplett übernehmen kann.

Das littleLUI auf der Luxemburger Straße in Köln © Fritz Bunse / NATURSTROM AG

Neben den praktischen E-Lastenrädern hat Green Moves, ein Tochterunternehmen der NATURSTROM AG, auch Pedelecs und E-Roller im monatlichen Abo im Programm. Die bieten zwar weniger Stauraum, dafür aber genau so viel umweltfreundliche Flexibilität und Fahrspaß. Besonders auf dem Land eignen sich die elektrischen Zweiräder dazu, den eigenen Aktionsradius zu erweitern und vereinfachen es, Strecken, für die sonst das Auto hätte herhalten müssen, mit dem Fahrrad zurückzulegen.

Mit seinem transportablen DJ-Setup im E-Lastenrad sorgt Cem online und offline für Stimmung © Cem Yilmaz

Fahrradfahren macht einfach Spaß – das stellt auch Cem immer wieder fest. „Ich bin mega happy mit dem E-Lastenrad und fahr damit einfach super gerne. In fünf Wochen habe ich 1.200 Kilometer zurückgelegt.“ Cem ist inzwischen Radfahrer aus Überzeugung und wünscht sich, dass in Zukunft noch viel mehr Menschen in die Pedalen treten – und auch, dass die Städte dieser Entwicklung endlich Rechnung tragen. „Ich bin ganz sicher, dass die autofreie Innenstadt 2025 die Regel und nicht die Ausnahme sein wird. Das ist ein weltweiter Trend, der Städte sicherer, lebenswerter und bunter macht und den die Gegner:innen nicht stoppen können.“ Für seine Überzeugung steigt Cem auch in den Ring – oder besser gesagt die Facebook-Kommentarspalte. Hier tauscht er sich regelmäßig mit Skeptiker:innen aus und berichtet von seinen Erfahrungen.

Ob E-Lastenrad, Pedelec oder E-Roller – elektrische Zweiräder sind gut für Mensch wie für Umwelt und damit ein wichtiger Baustein für zukunftsfähige innerstädtische Mobilität. Und genau die baut Green Moves gerne mit.

Dominique Czech
dominique.czech@naturstrom.de

ist seit April 2018 dabei und schreibt für NATURSTROM über alles rund um die Energiewende. Jenseits des Büros bewegen sie die Themen Ernährung, Konsum und Mobilität – aber bitte in nachhaltig.

2 Kommentare
  • markus schmidt
    Gepostet um 11:20h, 18 Februar Antworten

    Hammer!

  • Klaus Klaws
    Gepostet um 01:57h, 19 Februar Antworten

    Wir werden uns ein sg e-Trike kaufen. Das Auto frisst uns allmählich auf und obendrein darf auch meine bessere Hälfte damit fahren.

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