NATURSTROM-Biogasanlage Hallerndorf

Natürlich heizen mit naturstrom biogas

Bald beginnt sie wieder – die kalte Jahreszeit und mit ihr die Heizsaison. Etwa die Hälfte des Energieverbrauchs in Deutschland entfällt auf die Versorgung mit Wärme, knapp die Hälfte aller deutschen Haushalte heizt mit Erdgas. Im Vergleich mit vielen anderen fossilen Energieträgern schneidet Erdgas gut ab, denn es erzeugt etwa 25 Prozent weniger CO2 als Heizöl. Doch ist Erdgas tatsächlich die umweltfreundlichste Möglichkeit, warm durch den Winter zu kommen?

Erdgas ist ein brennbares Gasgemisch, das auf natürliche Weise über mehrere Millionen Jahre entstanden ist und zu großen Teilen aus hochentzündlichem Methan besteht. Da die Entstehungsprozesse von Erdgas denen von Erdöl stark ähneln, werden die beiden fossilen Energieträger häufig gemeinsam gefunden. Ebenso wie alle fossilen und nuklearen Energieträger stellt Erdgas eine endliche Ressource dar, auch wenn die Einschätzungen über die Reichweite der verschiedenen Energieträger stark voneinander abweichen. Fest steht: Für alle fossilen und nuklearen Energieträger muss über kurz oder lang ein nachhaltiger Ersatz gefunden werden.

Welche Kritik gibt es an Erdgas?

Zwar verbrennt Erdgas sauberer als andere fossile Brennstoffe, dennoch tragen Förderung, Transport, Verarbeitung und Verbrennung von Erdgas zur Freisetzung der beiden Treibhausgase Kohlenstoffdioxid und Methan bei. Letzteres ist etwa 25-mal so klimaschädigend wie CO2. Außerdem entstehen bei der Erdgas- und Erdöl-Förderung jedes Jahr mehrere Millionen Tonnen radioaktiver Müll. Wie dieser in der Vergangenheit entsorgt wurde, ist unklar, denn die Verantwortung für die Entsorgung des strahlenden Abfalls lag lange Zeit in der Eigenverantwortung der Erdgas- und Erdöl-fördernden Industrie.

Besonders große Umweltrisiken birgt zudem die Technologie des Frackings, mit der sogenannte Schiefergase und –öle gefördert werden, die in festen Gesteinsschichten gebunden sind. Um Erdgas und -öl aus dem Gestein zu lösen, wird ein Gemisch aus Wasser und Chemikalien unter hohem Druck in die Gesteinsschichten gepresst. Umweltverbände warnen vor Verunreinigung des Grund- und Trinkwassers sowie von Oberflächengewässern durch Chemikalien, Schwermetalle und radioaktive Substanzen. Zudem können durch die Fördermethode leichtere Erdbeben ausgelöst werden.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Abhängigkeit Deutschlands von ausländischen Erdgasimporten. Da Deutschland nur über geringe Erdgasvorkommen verfügt, können derzeit lediglich rund 10 Prozent des Bedarfs aus heimischer Förderung gedeckt werden. Dies führt zu einer starken Abhängigkeit der Bundesrepublik von Gasexport-Nationen.

Was ist nachhaltiger an Biogas?

Bei Biogas handelt es sich ein brennbares Gas, das durch Vergärung von Biomasse entsteht – eingesetzt werden können hier z.B. Abfälle oder nachwachsende Rohstoffe. Da bei der Verbrennung von Biogas nur so viel CO2 entsteht, wie seine Ausgangsstoffe der Atmosphäre kurzfristig zuvor entzogen haben, gilt es als klimaneutral. Verbrennt man hingegen Erdgas, wird Kohlendioxid freigesetzt, das seit Millionen Jahren in der Erde gebunden war.

Ein weiteres Plus: Mit dem Bezug von Biogas sorgen Sie für mehr Unabhängigkeit von immer knapper werdenden Rohstoffimporten und fördern die Wertschöpfung in Deutschland. Dies schafft und sichert Arbeitsplätze – vor allem im ländlichen Raum. Viele Landwirte haben sich mit einer eigenen Biogasanlage ein weiteres, wichtiges Standbein aufgebaut, denn die Biogas-Erzeugung eröffnet Landwirten die Möglichkeit, Biomasse wie nachwachsende Rohstoffe oder Wirtschaftsdünger wie Gülle noch besser zu nutzen oder gewinnbringend zu verkaufen und erschließt damit zusätzliche Einkommensquellen. Da organische Abfälle, Gülle, Mist oder Energiepflanzen, die zur Biogaserzeugung genutzt werden, in ganz Deutschland verfügbar sind und der Transport kostspielig ist, entfallen zudem lange Transportwege. Auch dies verbessert die CO2-Bilanz von Biogas.

Nichtsdestotrotz gibt es aber auch an der Biogas-Erzeugung Kritik. So wurde beispielsweise die „Vermaisung der Landschaft“ in den letzten Jahren stark diskutiert, was diesbezüglich zu einer tiefgreifenden Änderung der Förderpolitik führte. Allerdings: Nur rund ein Drittel der gesamten Anbaufläche für Mais dient der Energieerzeugung, mehr als die Hälfte jedoch der Fütterung von Rindern und somit mittelbar dem Milch- und Fleischkonsum.

Was ist bei naturstrom biogas anders?

NATURSTROM ist sich der Problematik des Maiseinsatzes bei der Biogaserzeugung bewusst und hat daher ein besonders nachhaltiges Biogasprodukt entwickelt, das auf Rest- und Abfallstoffen statt auf Energiepflanzen basiert. In unseren eigenen Biogasanlagen erproben wir außerdem den Einsatz von Klee- und Hirschgras sowie einer Wildblumenmischung als Alternativen zu Mais.

Konkret stammt naturstrom biogas aus dem Klärwerk Köhlbrandhöft in Hamburg und einer Biogasanlage im brandenburgischen Alteno. Hier werden organische Reststoffe vergoren, während in der Klärgasanlage in Hamburg das bei der Ausfaulung des Klärschlamms entstehende Gas zu Erdgasqualität aufbereitet und ins Gasnetz eingespeist wird. So kann wertvolle Energie, die als Abwasser aus den Haushalten geflossen ist, als Biogas wieder dorthin zurückfließen.

Als erstes Biogasprodukt überhaupt erhielt naturstrom biogas Anfang 2014 das Grünes Gas Label. Dieses von Umweltverbänden wie BUND und NABU getragene Siegel zeichnet Biogas-Produkte aus, die besonders strenge Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Nach den „Grünes Gas“-Standards muss das ausgezeichnete Biogas entweder aus Rest- und Abfallstoffen gewonnen oder aus nachwachsenden Rohstoffen, die ökologisch verträglich erzeugt und in regionalen Wirtschaftsstrukturen bereitgestellt werden. Problematische Unkrautvernichter wie Glyphosat und Wirtschaftsdünger aus Massentierhaltung sind ebenso verboten wie der Einsatz gentechnisch veränderter Organismen. Ein Biogasanteil am gelieferten Gasprodukt von mindestens 10 Prozent ist Pflicht.

Sie haben die Wahl –10, 20 oder 100 % Biogas

Die Zertifizierung mit dem Grünes Gas Label gilt für alle drei naturstrom biogas-Tarife – egal, ob Sie sich für 10, 20 oder 100 Prozent Biogasanteil entscheiden. In einem Punkt geht NATURSTROM sogar über die „Grünes Gas“-Kriterien hinaus, denn NATURSTROM fördert den Ausbau erneuerbarer Energien mit 0,1 Cent netto pro Kilowattstunde naturstrom biogas. Denn der transparenteste Weg, den Verbraucherinnen und Verbrauchern einen konkreten Umweltnutzen ihres Strom- oder Gasbezugs nachweisen zu können, ist die verpflichtende Koppelung von Investitionen in neue Öko-Kraftwerke an den Energieabsatz. Der Wechsel zu naturstrom biogas lohnt sich nicht nur für Umwelt und Klima: denn in vielen Fällen ist unser Biogas (naturstrom biogas 10 %) günstiger als der örtliche Grundversorgungstarif. Ein Preisvergleich lohnt sich also!

Der Wechsel – schnell und unkompliziert

Prinzipiell ist der Wechsel des Gasanbieters jederzeit möglich. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es jedoch: Mieter, bei denen Gas über die Nebenkosten abgerechnet wird und die keine eigene, auf ihren Namen ausgestellte Rechnung von ihrem Gasversorger erhalten, können den Gasanbieter leider nicht wechseln. Ein Wechsel wäre in diesem Fall nur möglich, wenn sich alle Mieter des Hauses für naturstrom biogas entscheiden.

Für alle anderen gilt: Der Wechsel des Gasanbieters funktioniert einfach und ist bundesweit möglich. Einfach das Antragsformular auf der NATURSTROM-Website ausfüllen – und alle weiteren Formalitäten erledigen wir für Sie. Ihre Gasversorgung bleibt während des Wechsels jederzeit gesichert.

Bei Fragen rund um den Wechsel hilft Ihnen unser mehrfach ausgezeichneter Kundenservice gerne weiter.

Miriam Ersch-Arnolds
ersch@naturstrom.de

arbeitet seit Februar 2013 in der Pressestelle von NATURSTROM. Ihre Begeisterung für das Thema Nachhaltigkeit wurde während ihrer Zeit als Mitarbeiterin einer Fairhandels-Organisation geweckt und begleitet sie bis heute sowohl beruflich als auch ehrenamtlich. E-Mail

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