Energiewende-Ideen in die Welt tragen – die NATURSTROM-Stiftung macht’s möglich

Online ist Yusheng Chen auf das Deutschlandstipendium des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gestoßen, bei dem der Bund gemeinsam mit privaten Förderern Studierende mit besonderen Leistungen monatlich finanziell unterstützt. Die NATURSTROM-Stiftung engagiert sich seit 2017 für den Fonds und hat den Studenten für nachhaltige Energieversorgung 2018 als einen von zwei Studierenden ausgewählt.

Bei Kaffee und Keksen sitzt Oliver Hummel mit Yusheng Chen zusammen. Yusheng hat sich 2018 für das Stipendium der NATURSTROM-Stiftung qualifiziert. Dabei geholfen haben ihm sein energiewirtschaftlicher Studienschwerpunkt sowie seine herausragenden Leistungen. Mitte März hat der engagierte Student die Gelegenheit, sich mit dem Vorsitzenden der NATURSTORM AG über seinen Werdegang und seine Motivation zu unterhalten.

Im August 2016 hat Yusheng seinen Bachelor an der Tongji-Universität in Shanghai in Gebäude- und Klimatechnik gemacht. „Damals hatte ich noch wenig Ahnung von erneuerbare Energien“, erinnert sich der Student. Die Leidenschaft für Photovoltaik, Windkraft und Co hat in erst während seines letzten Bachelorsemesters gepackt: „Damals habe ich viele Vorlesungen über Erneuerbare Energien besucht. Da hat mich das Thema dann begeistert!“ Und zwar so sehr, dass er gleich einen entsprechenden Master dranhing. Seit Oktober 2016 studiert er an der RWTH Aachen „Nachhaltige Energieversorgung“. In dem interdisziplinären Studiengang lernt er alles über umweltschonende Energiewirtschaft, von der Gewinnung nachhaltiger Energierohstoffe über deren Verarbeitung bis hin zur wirtschaftlichen Verteilung auf dem Markt.

Sein neues Zuhause, die Kaiserstadt Aachen, hat es ihm sofort angetan. „Aachen ist sehr klein, man kann alles zu Fuß erledigen“, freut er sich. Kein Wunder, schließlich ist die Kaiserstadt mit einer Fläche von gerade einmal 160 km² rund hundertmal kleiner als Chinas Hauptstadt Peking. Und noch etwas ist dem leidenschaftlichen Tischtennisspieler aufgefallen: „Hier gibt es einfach viel weniger Menschen als in China. Außerdem sind die Städte in Deutschland auch viel sauberer“, teilt er Oliver Hummel seine Beobachtung mit. Dazu leistet auch die NATURSTROM AG ihren Beitrag, indem sie Projekte wie die Verkehrswende-Arbeit der Deutschen Umwelthilfe dabei unterstützt, unsere Luft ein Stück weit sauberer zu machen.

Traumberuf: Energieingenieur

Umweltschutz ist ein Thema, das auch dem 23-Jährigen besonders am Herzen liegt. Schließlich bekommt er in China die Folgen der Erderwärmung hautnah zu spüren. „In meiner Heimat ist es jetzt im Sommer viel heißer und im Winter viel kälter als noch vor ein paar Jahren“, erklärt Yusheng. Das Resultat: Immer mehr chinesische Haushalte brauchen eine Klimaanlage, um über die heißen Monate zu kommen. Und genau darin sieht Yusheng das Paradoxon der Entwicklung: „So verbrauchen die Leute noch viel mehr Energie aus fossilen Quellen, und das wiederum beschleunigt den Klimawandel.“ Dieser vermeintliche Teufelskreis ist es aber auch, der Yusheng antreibt, mit daran zu arbeiten, Erneuerbare Energien weiterzuentwickeln. „Ich wünsche mir, einen Beitrag dazu zu leisten, dass Erneuerbare Energien besser angenommen werden. Ich möchte helfen, die Situation zu verbessern.“

Sein Studium ist ein erster Weg in die richtige Richtung. Hier interessiert er sich besonders für den Bereich Energiesystemmanagement und kann sich auch gut vorstellen, in diesem Sektor als Ingenieur beruflich Fuß zu fassen. „Mein Schwerpunkt könnte im Bereich Energiemarkt oder gebäudeseitige Effizienzerhöhung liegen.“ Schon jetzt arbeitet er hart daran, dieses Ziel auch zu erreichen. Deshalb orientiert er sich interdisziplinär und legt großen Wert darauf, fachübergreifende Kenntnisse, beispielsweise aus der Datenverarbeitung, zu erlangen. Dieser Ehrgeiz ist es auch, der ihn dazu gebracht hat, sich für das Deutschlandstipendium zu bewerben. „Ich wollte einfach wissen, ob meine Leistungen gut genug sind“, gibt er schmunzelnd zu.

„Der chinesische Energiemarkt ist noch nicht wirklich frei“

Ein Thema, das den jungen Studenten sehr bewegt, ist die Liberalisierung des Strommarktes in seiner Heimat. In Deutschland feiern wir 2018 20 Jahre freien Strommarkt, eine Revolution, die die Gründung von NATURSTROM 1998 überhaupt erst möglich gemacht hat. „Das System in China ist ganz anders. Dort konnte lange nicht mit Strom gehandelt werden. Diejenigen, die Strom erzeugten, waren verpflichtet, ihn ins Netz einzuspeisen, und Verbraucher konnten Strom nur von einer staatlichen Stelle beziehen. Jetzt können auch Unternehmen Strom kaufen und damit handeln“, fasst Yusheng die Situation zusammen. Ein Gesetz, das vor zwei Jahren verabschiedet wurde, erlaubt es Nutzern zwar, zwischen verschiedenen Anbietern zu wählen. Einen Einfluss darauf, ob die Energie nachhaltig ist, haben sie aber noch nicht. Eine Entwicklung, die Yusheng sich für seine Heimat sehnlichst wünscht. Auf lange Sicht möchte er nach China zurück – und dort die Erfahrung, die er in Deutschland sammelt, sinnvoll einsetzen.

Dominique Czech
Dominique Czech
dominique.czech@naturstrom.de
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