Stipendiatin NATURSTROM-Stiftung Pegah Abrari im Hauptsitz der NATURSTROM AG in Düsseldorf

„Die Energiewende kommt, das Erdöl reicht nicht ewig.“

Die Begeisterung für Energiethemen wurde Pegah Abrari quasi in die Wiege gelegt, denn ihr Vater arbeitete als Elektrotechnik-Ingenieur im Iran. Seit 2016 studiert die 28-Jährige an der TH Köln den Masterstudiengang Erneuerbare Energien, seit 2017 greift ihr die NATURSTROM-Stiftung dabei mit einem Stipendium unter die Arme.

Bis zu ihrem Studium an der TH Köln hat Pegah einen weiten Weg zurückgelegt. Etwa. 4.500 km trennen die Studentin von ihrer Heimat, dem Iran, und ihrem Mann, den sie (vorerst) dort zurücklassen musste. „Der hat leider kein Visum bekommen, deshalb muss ich mich hier in Deutschland aktuell komplett alleine finanzieren“, verrät Pegah. Da kam das Stipendium wie gerufen.

Freunde hatten der Master-Studentin vom Deutschlandstipendium erzählt, das an Studenten mit herausragenden Leistungen vergeben wird. Durch ihr Engagement im Bereich Energiewirtschaft machte sie die NATURSTROM-Stiftung auf sich aufmerksam.

Seit 2017 ermöglicht ihr der Öko-Pionier ein Stück weit finanzielle Unabhängigkeit und somit auch die Möglichkeit, sich stärker aufs Studium zu konzentrieren.

Pegahs Berufswunsch als Kind: irgendwas mit Strom

Ihren Bachelor in Elektrotechnik absolvierte Pegah an der University of Zanjan im Nordwesten des Irans. Nach ihrem Abschluss hat sie in ihrer Heimat drei Jahre ehrenamtlich Vorträge zum Thema Stromleitungen gehalten – ein Angebot für die lokale Wirtschaft, bei dem Absolventen ihr „uni-frisches“ Wissen an Verantwortliche in Unternehmen weitergeben. Mit ihrem sozialen Engagement erfüllte Pegah eine der Hauptvoraussetzungen im Bewerbungsprozess um das Stipendium der NATURSTROM-Stiftung.

Bereits als Schülerin träumte Pegah von einer Zukunft in der Energiewirtschaft. „Mein Vater war Elektrotechnik-Ingenieur. Er hat mir schon als Kind erklärt, wie man Strom erzeugen kann und wie Wasserkraft funktioniert“, verrät sie schmunzelnd. Kein Wunder, dass Pegahs erstes Referat mit 15 Jahren Strom und Hochspannung behandelte. Themen, die sie bis ins Erwachsenenalter begleiteten. Im Iran hat Pegah drei Jahre in einem Unternehmen gearbeitet, das sich auf Hochspannungsleitungen spezialisiert hat. Mal eben aus dem Effeff erklären, was es braucht, um große Mengen Strom von A nach B zu befördern? Pegahs leichteste Übung.

Frauen haben es in Pegahs Heimat in der Energie-Branche nicht immer leicht. Deshalb weiß sie die vielen Möglichkeiten, die auch Frauen in der europäischen Energiewirtschaft haben, sehr zu schätzen. Daheim hätten ihr eingefahrene, traditionelle Geschlechterrollen oft das Leben schwer gemacht: „Im Iran musste ich immer sehr dafür kämpfen, Geschäftsreisen machen zu können, um beispielsweise Fabriken besuchen zu dürfen. Das ist hier deutlich lockerer. Frauen und Männer arbeiten problem- und reibungslos zusammen – das ist super!“

Mit Leidenschaft und dem Stipendium der NATURSTROM-Stiftung für den Klimawandel

Die Begeisterung für ihr Studium und Energiethemen ist Pegah anzusehen. Vor allem die Themen Solarenergie und strategische Ressourceneffizienz liegen ihr am Herzen. Beides Kernthemen, die in ihrem Heimatland offene Baustellen sind. „Aktuell ruht der Iran sich sehr auf Erdöl aus. Dabei birgt gerade Solarenergie dort ein großes Potenzial – sowohl für thermische Solarkraftwerke als auch für individualisierte Photovoltaik-Module“, fasst Pegah die Situation zusammen. Dennoch können sich viele Unternehmen und Privatpersonen nur langsam dazu durchringen, die Energiewende zu unterstützen. Und das, obwohl sogar die iranische Regierung mit finanziellen Anreizen und Subventionen lockt. „Es kommt. Aber ein bisschen langsamer und später als hier. Noch hat der Iran sehr viel Erdöl, sodass die Leute noch nicht so viel an andere Erzeugungsformen denken. Dabei muss der Wandel kommen, denn er ist die Zukunft. Das Erdöl reicht nicht ewig.“

Auch den Klimawandel und die daraus resultierende Erderwärmung beobachtet Pegah mit Sorge. „Wir haben ein großes Problem mit dem Wasser. Viele Seen sind schon trocken oder trocknen innerhalb der nächsten Jahre aus“, beschreibt Pegah die Lage. Ein Grund mehr für sie, sich weiterhin für nachhaltige Energiequellen starkzumachen. Die Wahl ihres Masterstudiengangs ist ein Schritt in die richtige Richtung. An der TH Köln werden sie und ihre Kommilitonen dazu aufgerufen, die Energiewende aktiv mitzugestalten. Eine Aufgabe, die Pegah gerne annimmt. Die Wahl-Kölnerin kann es kaum erwarten, mit eigenen Ideen und Projekten ihren Teil für ein grünes Morgen beizutragen. Und wir freuen uns, sie dabei unterstützen zu können!

Dominique Czech
dominique.czech@naturstrom.de
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