Weltumwelttag: Das können wir bewegen

6,7 Gigatonnen – so viel Kohlestoffdioxid darf Deutschland bis 2038 maximal emittieren, um sein CO2-Budget einzuhalten und so seinen Teil dazu beizutragen, die Pariser Klimaziele einzuhalten und die weltweite Erderwärmung auf 1,5 Grad zu beschränken. Diese Zahl stammt aus dem im Mai veröffentlichten Gutachten des Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU), der die Bundesregierung berät. Zum heutigen internationalen Tag der Umwelt stellen wir euch drei Bereiche vor, in denen jeder von uns schon heute einen Beitrag für mehr Klimaschutz leisten und damit zum Einhalten des Budgets beitragen kann.

Mit dem heutigen CO2-Ausstoß würden wir das Deutschland zustehende Treibhausgas-Budget sehr schnell ausschöpfen, es braucht daher eine klare und kurzfristige Änderung der CO2-relevanten Technologien und Verhaltensweisen. „Bis 2038 benötigen wir eine lineare Abnahme der CO2-Emissionen“, fordert Professor Wolfgang Lucht, Leiter Forschungsbereichs „Klimawirkung und Vulnerabilität“ des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und Co-Autor des Gutachtens. Würde diese Forderung nicht umgesetzt, ergäben sich ernsthafte Konsequenzen für Mensch und Umwelt. Doch wie können Emissionen beingespart werden und wo fangen wir bloß an? Am besten bei uns selbst und zwar in drei Bereichen: Verkehr, Energie und Konsum.

Verkehrswende in Deutschland

Klimafreundlich unterwegs auf zwei Rädern (Foto: NATURSTROM AG / Green Moves Rheinland)

Der Verkehr trägt mit etwa 24 Prozent zu den weltweiten CO2-Emissionen bei, zudem sind die Werte über die letzten Jahre und Jahrzehnte ziemlich stabil geblieben, anstatt wie in anderen Bereichen zu sinken. Die Hauptverursacher sind vor allem Autos und Flugzeuge, denn durch die Verbrennung fossiler Kraftstoffe werden schädliche Abgase in die Luft geblasen. Die klimafreundliche Alternative, wenn es denn ein Auto sein muss: Elektromobilität. Die entsprechende öffentliche Ladeinfrastruktur befindet sich derzeit im Ausbau, für zu Hause können sich Fahrerinnen und Fahrer eine praktische Wallbox installieren, um so ihr Auto bequem über Nacht laden zu lassen. Richtig nachhaltig sind E-Autos natürlich nur, wenn sie mit Strom aus Erneuerbaren Energien geladen werden – daheim zum Beispiel mit unserem naturstrom emobil-Tarif. Für unterwegs bieten wir zudem die naturstrom ladekarte an, mit der unsere Kundinnen und Kunden Zugang zu mehr als 100.000 Ladestationen in Europa erhalten.

Noch umweltfreundlicher ist der komplette Verzicht aufs Auto. Und wer für gelegentliche Transporte etwas mehr Stauraum benötigt, greift zum Lastenrad. Noch bequemer wird’s mit Elektromotor, so lassen sich auch schwere Lasten bequem von A nach B transportieren. In Köln klappt das beispielsweise mit Donk-EE, unserem E-Lastenrad-Sharing, sogar ganz komfortabel via Smartphone.  

Energiewende: Ökostrom und Biogas

Strom ist Strom? Von wegen! Auch die Entscheidung für deinen Stromanbieter beeinflusst deinen CO2-Fußabdruck – und das sogar erheblich.

Mit 42 Prozent des verbrauchten Stroms aus Ökostromanlagen im ersten Quartal 2020 steigt der Anteil an Ökostrom zwar stetig, doch ist noch längst nicht ausreichend: Bis 2030 sollen 65 Prozent des verbrauchten Stroms aus Erneuerbaren Energien kommen. Durch die Entscheidung für einen echten, unabhängigen Energieversorger tragen unsere Kundinnen und Kunden dazu bei, diesem Ziel näherzukommen. Denn jede verbrauchte Kilowattstunde naturstrom kommt nicht nur aus Ökokraftwerken in Deutschland, , sondern trägt dank inkludierter Förderung auch zum  Bau neuer Anlagen bei. So sorgen wir gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden dafür, die Energieversorgung in Deutschland noch grüner zu gestalten!

Echte Öko-Energieversorger liefern Strom aus Ökokraftwerken in Deutschland und fördern den Ausbau. (Foto: NATURSTROM AG)

Die Entscheidung für eine rundum nachhaltige Energieversorgung endet nicht an der Steckdose – sie betrifft auch die Frage, wie wir heizen. Hier sind vor allem Eigenheimbesitzerinnen und -besitzer sowie Entscheiderinnen und Entscheider in der Immobilienwirtschaft gefragt. Aktuell gibt es nämlich vor allem in älteren Häusern oft noch Ölheizungen oder Heizungen, die mit reinem Erdgas betrieben werden. Klimafreundlichere Alternativen gibt es schon heute, beispielsweise in Form von kommunalen Nahwärmenetzen oder Wärmepumpen. Wer seine Gasheizung nicht so schnell los wird, kann zum naturstrom biogas-Tarif wechseln.   

Übrigens: Wer schon NATURSTROM-Kundin oder -Kunde ist und uns weiterempfehlen möchte, kann dafür unser Kunden-werben-Kunden-Programm nutzen und sich über eine Dankeschön-Prämie  freuen.

Jetzt wird’s persönlich: den eigenen Konsum umweltbewusst gestalten

Da gibt’s nichts schönzureden: Unser täglicher Konsum beeinflusst das Klima – und zwar mehr als uns vielleicht bewusst ist. Dabei gibt es gerade hier einige Stellschrauben, an denen wir drehen können, um durch teils kleine Veränderungen Gutes zu tun. Darunter fallen zum Beispiel unsere Ernährung (statt täglich Fleisch zu essen, vegetarische oder sogar vegane Tage einzulegen), unser Einkaufsverhalten (bewusst saisonal, regional, fair oder Second Hand einzukaufen)  und unser allgemeiner Lebensstil (weg von der Wegwerfgesellschaft hin zu Zero oder zumindest Less Waste).  Themen, die schon heute viele unserer NATURSTROM-Kolleginnen und -Kollegen bewegen und von denen sie euch hier auf unserem Blog berichten. Wie Anne, die mehrere Jahre ohne Kühlschrank lebte und ihr eigenes Putzmittel herstellt, Miriam, die sich von ihrem Auto verabschiedete oder Tim, Marga und Leif, die sich für ihren Arbeitsweg auf den E-Roller schwingen.

Wir sind neugierig: Wie sieht’s bei euch aus, an welcher Nachhaltigkeitsstellschraube habt ihr zuletzt gedreht?

Dominique Czech
Dominique Czech
dominique.czech@naturstrom.de

ist seit April 2018 dabei und schreibt für NATURSTROM über alles rund um die Energiewende. Jenseits des Büros bewegen sie die Themen Ernährung, Konsum und Mobilität – aber bitte in nachhaltig.

1 Kommentar
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    Christopher Seidel
    Gepostet um 08:04h, 11 Juni Antworten

    Super geschriebener und informativer Artikel :-). Eine sehr gute Aufstellung. In diesen Blog werde ich mich noch richtig einlesen 🙂

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