Gemeinsam stark: Der Schlüssel zur Bürger-Energiewende liegt vor Ort

Die Bürger-Energiewende ist essenziell, um den dezentralen Ausbau der Erneuerbaren Energien zu unterstützen und das Klima zu schützen. Sie fördert nachhaltigen Umgang mit Energie, Bewusstseinsbildung und aktives Handeln in der Bevölkerung. Daher kann der Ausbau nur mit der Stärkung der Vor-Ort-Ebene und einer aktiven Einbindung der Bürgerinnen und Bürger gelingen.

Die Definitionen und Aspekte von „Bürgerenergie“ sind vielfältig – aber eine Gemeinsamkeit haben alle Ansätze: Als essenziell gilt die direkte Teilhabe von Bürgerinnen und Bürgern an der Energiewende in den Regionen. Die aktive Umsetzung von Erneuerbare-Energien-Projekten durch partizipativ organisierte Gruppen wie zum Beispiel Bürgerenergiegesellschaften sowie die finanzielle Beteiligung von Menschen an Anlagen oder Regionalstrom-Angeboten ermöglichen die aktive Mitnahme der Menschen vor Ort und stärken ihr Verständnis für das eher abstrakte Thema Energie. Wer Bürgerinnen und Bürger von Beginn an transparent über Projekte informiert und miteinbezieht, steigert die Akzeptanz und das Engagement für die Energiewende.

Denn auch wenn Energie schon immer die Welt verändert hat und unseren Alltag maßgeblich, wenn auch teilweise unbewusst, beeinflusst: Von ihrer Erzeugung und ihrem Verbrauch profitieren noch immer vor allem einzelne Großkonzerne – die Bürgerinnen und Bürger selbst haben als Endkund:innen wenig Anteilnahme an ihrem Gewinn. Hinzu kommt, dass auch das Energiebewusstsein durch die jahrzehntelange Passivität seitens vieler Energiekonzerne bei den meisten Menschen noch nicht sehr ausgeprägt ist. Durch die fehlende Einbindung entstanden enorme Wissenslücken, die es zu füllen gilt.

Energie wissentlich einsetzen, sparen, sich informieren und echten Ökostrom beziehen sind daher erste wichtige Schritte in Richtung bürgernahe Energiewende. NATURSTROM geht seit seiner Gründung 1998 bewusst weiter: Unsere Energieprojekte sind immer auf die Menschen und ihre Bedürfnisse sowie Lebenswelten abgestimmt.

Mit und für Bürger:innen gemachte Energie entfaltet vor Ort ihre größte Dynamik

Verantwortung übernehmen findet vor Ort statt. Hier werden die entscheidenden Weichen für eine klimafreundliche Energiezukunft gestellt. Daher richtet sich unser Fokus dorthin – sowohl bezüglich der Entwicklung von dezentralen Erneuerbare-Energien-Projekten als auch bei der Teilhabe und Einbeziehung der Menschen. Dabei kann das lokale Engagement sehr vielfältig sein – von aktiven Einzelakteur:innen und Anwohner:innen bis hin zu Bürgerenergiegesellschaften und anderen partizipativ organisierten Gruppen kann sich jeder einbringen.

Wir beginnen niedrigschwellig und setzen am kleinsten gemeinsamen Nenner an. Das Thema Energie muss dringend alltagsfähig und zugänglich gemacht werden. Vorurteile, wie beispielsweise hohe Preise und Undurchsichtigkeiten, müssen ausgeräumt werden. Wie? Indem Erneuerbare Energien erlebbar gemacht werden: Wer einmal einen Windradflügel angefasst, eine Heizzentrale von innen gesehen, unter einer Mieterstrom-PV-Anlage Schatten gefunden oder per App seinen Energieverbrauch gecheckt hat, weiß: Energie darf Spaß machen! Und Erleben baut Beziehungen auf, man beginnt sich verantwortlich zu fühlen. Und wofür man sich verantwortlich fühlt, das schützt man.

Denn nur so kann die Energiewende gelingen: gemeinsam, bürgernah und transparent. Der Schlüssel liegt vor Ort.

Silke Bartolomäus

leitet bei NATURSTROM die Abteilung „Bürgerenergie & Projektbegleitung“ und setzt sich gemeinsam mit ihrem Team für eine bürgernahe dezentrale Energiewende ein.

NATURSTROM Team
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Unter diesem Profil schreiben NATURSTROM-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter, die nicht zu den regelmäßigen Blog-Autoren gehören.

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