In der Erneuerbaren Energien Branche entstehen weit mehr Jobs, als bei den konventionellen wegfallen. Foto: NATURSTROM AG

Die Sache mit den Jobs und der Energiewende

Der Abbau von Steinkohle gehört in Deutschland der Vergangenheit an. Und auch für die Braunkohle soll das Ende greifbar werden. Währenddessen schrumpft der Markt der Windenergie – nach politisch fragwürdigen Abstands- und Ausschreibungsregelungen. Genug Gründe, um sich zu fragen, wie es jobtechnisch im Energiemarkt weitergeht? Es ist und bleibt der Zukunftsmarkt. Finden wir. Lest selbst warum – und kommentiert gerne.

Auch wenn es sich gerade nicht so anfühlt: Die Energiebranche ist stabil. Die kumulierte Bruttostromerzeugung war 2018 zum ersten Mal seit 2014 wieder rückläufig, das aber auch nur ganz leicht. Vergangenes Jahr wurden in Deutschland rund 649 Terrawattstunden (TWh) erzeugt – und über ein Drittel davon erneuerbar!

Energien sind in Deutschland seit Jahren auf dem Vormarsch.

Vollständig in Deutschland gebaut werden die Anlagen auch für erneuerbare Energien nicht. Die Anlagen müssen aber auch geplant, gebaut und betrieben werden, Unternehmen geführt und verwaltet, Produkte gemanagt und vermarktet. Dazu kommen Arbeitsplätze im Bereich der Infrastruktur ebenso wie Mobilität. Jede Menge Jobs also – und das nicht nur für Ingenieure. In Zukunft sollen es noch mehr werden: Bis 2050 könnten 230.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Das prognostiziert ein Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Fast 1.000 zu besetzende Stellen zeigt das Jobportal indeed.de in der Erneuerbare-Energien-Branche aktuell an. „Der Personalbedarf ist definitiv da“, meint Marc Vogel, NATURSTROM-Personalleiter. „Die Energiebranche sucht beispielsweise breitaufgestellte Ingenieure im Bereich der Energieerzeugung ebenso wie spezialisierte Naturwissenschaftler, um Technologien weiterzuentwickeln. Projektingenieure fehlen – aber auch IT-Spezialisten und Energiehändler.“

Die Energiepolitik gefährdet Jobs im sechsstelligen Bereich

Für die Windbranche ist es in Deutschland schwieriger geworden. 2020 läuft für einen Teil der Anlagen die Förderung aus. In Bayern gelten mittlerweile Auflagen, die neue Projekte fast unmöglich machen. Und auch die nordrhein-westfälische Landesregierung hat den Projektentwicklern Steine in den Weg gelegt. Zudem verlangsamen die Ausschreibungsregelungen den Windkraft-Ausbau. Dabei sind 160.000 Arbeitsplätze bundesweit allein mit der Windbranche verknüpft. Zum Vergleich: Im Braunkohletagebau sind es bereits jetzt nur noch 21.000. Da ist es gut, wenn Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer breit aufgestellt sind – und Unternehmen natürlich am besten auch.

„Die NATURSTROM AG ist in vielen Bereichen aktiv. Unsere Windleute beispielsweise kümmern sich jetzt ebenfalls um Photovoltaik-Anlagen. Auch Wärme können wir anbieten – von der Planung bis zur Betriebsführung. NATURSTROM ist ein beweglicher Mittelständler“, berichtet Marc Vogel. Seit Jahren steigen die Mitarbeiterzahlen, aktuell gestalten über 400 Menschen die Energiewende bei NATURSTROM mit. Neue Kolleginnen und Kollegen werden eigentlich immer gesucht – mittlerweile auch wieder im Photovoltaik- und Wind-Bereich.

„In der Branche gibt es viele unterschiedliche Player“, sagt der NATURSTROM-Personalleiter. „Da muss ich mich zuerst fragen: Möchte ich Richtung Konzern? Oder Richtung Mittelstand? Will ich unbedingt das große Geld und die große Karriere machen? Oder möchte ich wirklich etwas bewegen? Suche ich nur einen Job – oder auch einen mit Sinn?“

Falls ihr euch gerade umschaut: Bei Stellenbörsen wie Stepstone, jobverde.de oder Greenjobs.de findet ihr spannende Stellen bei NATURSTROM. Schaut euch außerdem gerne direkt auf unserer Karriereseite um. Hier gibt es ein paar Tipps zu den Bewerbungsunterlagen – und für das Vorstellungsgespräch haben wir ebenfalls aus dem Nähkästchen geplaudert. Zu einigen Berufsbildern bei uns findest du bereits Portraits – zum Beispiel aus dem Windkraft-Bereich, dem Energiehandel, der Quartiers-Entwicklung und sogar von einem unserer Recruiter persönlich.

Finja Seroka
Finja Seroka
seroka@naturstrom.de

arbeitet seit Juni 2016 im Presseteam von NATURSTROM. Begeistert sich beruflich und auch privat für nachhaltige Themen. Zuvor hat sie u.a. als Journalistin für Handelsblatt Online und die Funke Mediengruppe gearbeitet. E-Mail

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