Welthungerhilfe setzt auf naturstrom

Familien kaempfen sich mit Hab und Gut durch die Wassermassen auf der Suche nach trockenem Boden unter den Fuessen. © Bottelli/Welthungerhilfe

Familien kämpfen sich mit Hab und Gut durch die Wassermassen auf der Suche nach trockenem Boden unter den Füßen. © Bottelli/Welthungerhilfe

Hunger und Armut weltweit zu bekämpfen bedeutet längst auch, sich für den Klimaschutz einzusetzen. Dürren, Überschwemmungen und der ansteigende Meeresspiegel –der Klimawandel bedroht die Existenz von Millionen Menschen in Entwicklungsländern. Naheliegend also, dass die Welthungerhilfe, eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland, ab 2016 unseren naturstrom bezieht. Denn dadurch verbessert sie ihre eigene Klimabilanz und unterstützt auch in Deutschland aktiv den Klimaschutz.

„Der Klimawandel verschärft in zahlreichen Entwicklungsländern Hunger und Armut, daher ist er für uns ein wichtiges Thema“, erklärt Michael Kühn, Klimaexperte bei der Welthungerhilfe. Aktuell betreibt die Welthungerhilfe Klimaschutz- und Umweltprojekte in Haiti, Sierra Leone und Tadschikistan.

Klar, dass die Welthungerhilfe auch die klimarelevanten Nebenwirkungen der eigenen Arbeit so weit wie möglich reduzieren möchte. An ihren Organisationssitzen in Bonn und Berlin benötig die Welthungerhilfe jährlich rund 350.000 Kilowattstunden Strom. Diesen Bedarf deckt sie ab Anfang 2016 ausschließlich aus Erneuerbaren Energien. „Dadurch vermeiden wir CO2-Emissionen in Höhe von 178 Tonnen“, so Michael Kühn. Auch als Partner des Climate Action Network Europe in Brüssel engagiert sie sich gegen den Klimawandel und seine Folgen. Alle Mitarbeiter werden zum Bahnfahren angehalten. Sollte das mal nicht möglich sein, steht ein Elektro-Auto zur Verfügung. Und die unvermeidbaren Emissionen bei internationalen Dienstreisen mit dem Flugzeug werden über atmosfair kompensiert.

Als Versorger hat sich die Welthungerhilfe bewusst für NATURSTROM entschieden. Nicht nur, weil NATURSTROM zu den Pionieren der Branche gehört und von Mitgliedern aus Umweltverbänden wie BUND und NABU gegründet wurde. Sondern vor allem auch wegen des Umweltnutzens unseres naturstroms: Denn für jede von den naturstrom-Kunden verbrauchte Kilowattstunde fließt ein festgelegter Betrag in den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Mehr als 250 Öko-Kraftwerke in ganz Deutschland hat NATURSTROM auf diese Weise bereits selbst errichtet oder durch Zuschüsse und andere Förderinstrumente ermöglicht. NATURSTROM engagiert sich darüber hinaus auch international und fördert Projekte von Hilfsorganisationen, die mithilfe Erneuerbarer Energien Klimaschutz und Entwicklungszusammenarbeit kombinieren.

„Seit der Gründung 1998 setzt sich NATURSTROM für eine saubere Energieversorgung und somit auch für den Klima- und Umweltschutz ein“, so NATURSTROM-Vorstand Oliver Hummel. „Unsere Ziele überschneiden sich also mit denen der Welthungerhilfe. Daher freue ich mich sehr über die Zusammenarbeit.“

Übrigens, auch viele andere gemeinnützige Organisationen beziehen Ökostrom von NATURSTROM, beispielsweise die deutsche Sektion von Amnesty International, die Bundesgeschäftsstellen des BUND und des NABU sowie die Andheri-Hilfe Bonn.

Tim Loppe

Tim Loppe

ist seit April 2010 Pressesprecher bei NATURSTROM. Entdeckte die Energiewende in seiner Zeit bei einer Düsseldorfer PR-Agentur für sich. Zuvor hatte der promovierte Germanist an den Universitäten Düsseldorf und Münster im Bereich Sprachwissenschaften gelehrt.

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